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Köln: Köln-Profi Rausch über Fan-Kritik: „Da werden Grenzen überschritten”

Köln : Köln-Profi Rausch über Fan-Kritik: „Da werden Grenzen überschritten”

Fußball-Profi Konstantin Rausch vom Bundesliga-Letzten 1. FC Köln hat mit offenen Worten Spott und Beleidigungen gegen seine Person gegeißelt. „Ich muss ehrlich sagen: Da werden Grenzen überschritten”, sagte der Defensivspieler in einem Interview des Stadion-Magazins „Geißbock-Echo”.

„Ich habe mich dazu bisher noch nicht geäußert, aber irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem es einfach zu viel ist.”

Rausch wurde in der Kölner Krise mit nur drei Punkten aus 14 Spielen einer der Sündenböcke der Kölner Fans. Besonders heftig waren Kommentare in den sozialen Netzwerken, in denen dem 27-Jährigen Verletzungen gewünscht wurden. „Man muss mich nicht mögen”, sagte Rausch. „Aber es muss schon sehr viel in jemandem vorgehen, damit er einem anderen Menschen wünscht, dass er sich die Beine bricht oder sich erhängt. Da muss schon sehr viel falsch laufen, wenn man bereit ist, solche Dinge von sich zu geben.”

Auch Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle kritisierte einige Reaktionen der enttäuschten Fans. „Selbstzerfleischung, Schuldzuweisungen, Vereinsaustritte oder gar Aufrufe, den Vorstand abzuwählen - nichts davon nützt dem 1. FC Köln”, schrieb er im Vorwort: „Das gilt auch im Verhältnis zur Mannschaft. Dass sie in der Pflicht steht, ist völlig klar. Aber sich einzelne unserer (!) Spieler herauszupicken und an ihnen allen Frust abzulassen, sollte für einen echten FC-Fan keine Option sein.”

Insgesamt haben die Fans den FC trotz der schlechtesten Zwischenbilanz der Bundesliga-Historie bisher treu unterstützt. Allerdings wurden immer wieder einzelne Spieler zur Zielscheibe der Kritik. So wurden Sehrou Guirassy, Christian Clemens oder Jhon Cordoba bei Auswechslungen lautstark ausgepfiffen.

(dpa)