Kevin Wimmer hält sich beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln fit

Verteidiger trainiert beim Bundesligisten : Wimmer schlüpft wieder in den Dress des 1. FC Köln

Kevin Wimmer spielte zwischen 2012 und 2015 für den 1. FC Köln. Der Österreicher erlebte einen Aufstieg und einen Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga, bevor er nach England wechselte. Im ersten Trainingslager des FC ist der Innenverteidiger nun wieder dabei. Kommt es zur Rückkehr?

Es ist nicht wirklich ungewohnt, Kevin Wimmer im Dress des 1. FC Köln zu sehen, der 26-Jährige hat ja ein paar Jahre das Trikot des Klubs getragen, von 2012 bis 2015 spielte der er beim FC. Und seit Montag ist der Innenverteidiger wieder in das Kölner Rot und Weiß auf dem Fußballplatz geschlüpft: im ersten Trainingslager des Bundesligisten in Donaueschingen. Wimmer ist zurück, zumindest ein bisschen.

„Kevin ist mit der Frage auf uns zugekommen, ob er bei uns mittrainieren darf“, sagte Kölns Sportchef Armin Veh. „Er hat sich beim FC immer top verhalten, deshalb ermöglichen wir ihm das.“ Der Österreicher, ausgebildet beim LASK Linz, war 2014 mit Köln in die Bundesliga aufgestiegen, in der Saison darauf hielt er mit dem Klub die Klasse; er war Stammspieler, ein Fixpunkt der Viererkette. Und weil das auch anderen finanzstärkeren Teams nicht verborgen bleibt, wechselte Wimmer 2015 für rund sechs Millionen Euro zum englischen Premier-League-Klub Tottenham Hotspur.

Vertrag bis 2022 bei Stoke City

Der Abwehrspieler machte in zwei Jahren wettbewerbsübergreifend nur rund 30 Spiele für den Top-Verein, dennoch kaufte ihn Tottenhams Ligarivale Stoke City für mehr als 16 Millionen Euro. Weil er aber auch dort fußballerisch nie wirklich ankam, wurde Wimmer an Hannover 96 ausgeliehen. Es lief wieder nicht rund: Der Innenverteidiger stieg mit den Niedersachsen nicht nur aus der Bundesliga ab; am Ende der Saison hat er nicht mal mehr mitspielen dürfen, weil sonst eine im Leihvertrag verankerte Kaufpflicht gegriffen hätte. Hannover wollte ihn in der 2. Liga nicht bezahlen müssen, Stoke will ihn auch nicht mehr – obwohl sein Vertrag beim Premier-League-Absteiger noch bis 2022 läuft.

Der Verteidiger erhielt die Erlaubnis, sich bei einem anderen Klub fit halten zu dürfen. Und wenig überraschend fiel seine Wahl auf Köln. Trainer Achim Beierlorzer freut sich besonders über den Trainingsgast - weil Wimmer im Training Jorgé Mere ersetzen kann, der noch im Urlaub weilt, und so dennoch vier Innenverteidiger zur Verfügung stehen. Das würde die „Trainingsarbeit erleichtern“, sagte der neue FC-Coach.

Der Spieler, den der FC sucht

Und vielleicht erleichtert das Gastspiel ja auch Veh die Arbeit: Der Sportchef sucht noch einen Innenverteidiger, im besten Fall einen Linksfuß. Wimmer ist Innenverteidiger, Wimmer ist Linksfuß - und er hat bereits bewiesen, dass er einem Bundesligisten weiterhelfen kann, wenn er in Form ist. Offiziell äußert sich der FC zu einer möglichen Verpflichtung nicht, die Spekulationen bleiben aber. So wie im vergangenen November, als ein gewisser Anthony Modeste sich beim Klub fit hielt - und wenig später wieder endgültig in den Dress des 1. FC Köln schlüpfte.

Mehr von Aachener Nachrichten