Wird Samir Arabi neuer Sportdirektor?: FC zwischen angepeilter Serie und der Veh-Nachfolge

Wird Samir Arabi neuer Sportdirektor? : FC zwischen angepeilter Serie und der Veh-Nachfolge

Köln tritt Freitag zum Keller-Duell in Mainz an. Für den Fall einer Nichtverlängerung des Geschaftsführers wird bereits Samir Arabi gehandelt.

Rein sportlich ist die Stimmung beim 1. FC Köln wesentlich entspannter als noch vor einer Woche. Der Aufsteiger fährt nach einem 1:1 auf Schalke und dem jüngsten 3:0-Sieg gegen den Mitaufsteiger SC Paderborn mit breiter Brust zum Freitagsspiel (20.30) zum FSV Mainz 05. „Wir haben gesagt, wir wollen eine kleine Serie starten. Genau in diese Richtung wollen wir weiter agieren“, sagte FC-Trainer Achim Beierlorzer.

Nebengeräusche stören da nur, weshalb ihn die Debatte über die Zukunft von Geschäftsführer Armin Veh kalt lässt. „Ich will es mir auch nicht verscherzen mit dem Armin, aber das ist mir egal. Ich konzentriere mich voll auf unsere Spiele“, betonte Beierlorzer. Der Manager hatte zu Anfang der Woche während einer TV-Runde die Möglichkeit eingeräumt, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag beim FC nicht zu verlängern.

Ein Name fällt bereits in Köln als mögliche Alternative: Samir Arabi (40), Geschäftsführer des Zweitligisten Arminia Bielefeld, gilt als ein möglicher Kandidat. Der gebürtige Aachener arbeitete bereits vor rund zehn Jahren als Scout mit dem heutigen FC-Vorstandsberater Dr. Jörg Jakobs bei Alemannia Aachen zusammen, ehe er zum damaligen Drittligisten Arminia Bielefeld wechselte, den er in der 2. Liga zum Aufstiegskandidaten formte. Jakobs soll Arabi bereits nach der Demission von Jörg Schmadtke im Spätherbst 2017 als Kandidaten für die Position des Geschäftsführers genannt haben. Auf Kontinuität steht dagegen Beierlorzer – was die Zusammenstellung seiner Mannschaft betrifft. Der Kölner Coach wird wahrscheinlich zum dritten Mal nacheinander die gleiche Startformation aufbieten. „Es ist schon gut, wenn man auf dasselbe Personal zurückgreifen kann“, erklärte der Österreicher. „Wenn man sieht, dass vieles stimmig ist, liegt es nahe, zum dritten Mal die gleiche Mannschaft spielen zu lassen.“

Vor dem Kellerduell mit dem 1. FC Köln erhält Mainz Unterstützung von Jürgen Klopp. Der Liverpooler Trainer schickte seinem Herzensverein, bei dem er einst seine Erfolgskarriere als Fußball-Lehrer gestartet hatte, gute Wünsche und einen Rat: „Erinnert euch, wie viele Krisen wir schon gemeinsam gemeistert haben“, rief der Welttrainer per Videobotschaft am vergangenen Montag auf der Mitgliederversammlung zur Geschlossenheit in sportlich schweren Zeiten auf.

Auch ohne den Gruß von Klopp weiß der Mainzer Trainer Sandro Schwarz, wie wichtig das Spiel gegen den Konkurrenten ist. Aber: „Wir müssen es nicht überhöhen. Es ist noch kein Endspiel im Abstiegskampf.“

Voraussichtliche Aufstellung: Horn - Ehizibue, Bornauw, Czichos, Katterbach - Skhiri, Hector - Schindler, Schaub, Kainz -Terodde

(red/dpa)
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