Der FC nach der ersten Pokalrunde: Die Nachwehen eines Zittersiegs

Der FC nach der ersten Pokalrunde : Die Nachwehen eines Zittersiegs

Als es geschafft war, durfte auch Achim Beierlorzer tief durchatmen, es hatte ja geklappt mit einem Sieg in seinem ersten Pflichtspiel als Trainer des 1. FC Köln.

Die Mannschaft hatte in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen den Zweitliga-Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden einen ziemlich ruckeligen Erfolg zustande gebracht, einen sogenannten Zittersieg; 2:2 nach 90 Minuten, 3:3 nach Verlängerung, 3:2 im Elfmeterschießen. Beierlorzer sagte: „Am Ende zählt einfach nur, dass wir in der nächsten Runde sind.“

Und lobte vor allem die Moral seiner Spieler. „Es war der erwartete Pokalkampf“, sagte er. „Die Mannschaft ist heute mehrfach wieder aufgestanden und hat immer weitergearbeitet.“ Beierlorzer verbuchte den Sieg als einen des Willens. Für einen Bundesliga-Aufsteiger wie Köln kann das mehr wert sein, als ein lockerer 4:0-Spaziergang zum Auftakt.

Was nicht bedeutet, dass der Trainer die Augen vor dem verschließen wird, was am Sonntagabend beim Außenseiter schlecht gelaufen ist, im Gegenteil. Beierlorzer mahnte an, dass der FC „besser verteidigen, „kompakter stehen“ und „die Momente besser ausnutzen“ müsse. „Wir waren unsauber im Passspiel und haben zu viele Umschaltmomente zugelassen.“

Es sollte einem Bundesligisten wie dem FC gegen einen klassentieferen Gegner nicht passieren, nach einem Führungstor in der Verlängerung noch ins Elfmeterschießen zu müssen. Beierlorzer sagte: „Wir haben es nicht geregelt bekommen, das dritte Gegentor zu verhindern.“ Es passte ins Bild dieses Spiels, dass Timo Horn, der nach dem Gegentor zum 1:2 auch bei diesem späten 3:3 nicht gut ausgesehen hatte, mit drei Paraden im Elfmeterschießen doch noch zum Mann der Partie wurde.

Spuren hat das Spiel auch auf den Knochen und Gelenken einiger Spieler hinterlassen. Florian Kainz, Marco Höger und Kingsley Ehizibue waren angeschlagen, sie absolvierten am Montag eine regenerative Einheit. Bei Louis Schaub (Knöchel) und Birger Verstraete (Knie) ergaben die Untersuchungen zumindest „keine strukturellen Verletzungen“; sie sollen wieder ans Team herangeführt werden.

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