Spielunterbrechung: Der 1. FC Köln quält sich über die Ziellinie

Spielunterbrechung : Der 1. FC Köln quält sich über die Ziellinie

Am Ende war es auch eine Qual: Aufsteiger 1. FC Köln kam im letzten Spiel der 2. Liga nicht über ein 1:1 (1:0) beim Absteiger 1. FC Magdeburg hinaus. Simon Teroddes frühe Führung (3.) glich Felix Lohkemper (53.) aus.

„Zum Abschluss war es ein bisschen ernüchternd“, befand Rafael Czichos nach dem Schlusspfiff.

Für Köln ging es sportlich um nichts mehr. Das machte schon die Aufstellung deutlich, für die sich Trainer André Pawlak entschieden hatte. Thomas Kessler ersetzte Stammkeeper Timo Horn, zudem durften Spieler von Beginn an ran, die sich in den letzten Monaten meist auf der Ersatzbank wiedergefunden hatten; etwa Salih Özcan, Niklas Hauptmann und Matthias Bader.

Kessler leistete sich gleich wenige Sekunden nach Anpfiff einen Fehlpass, der für Köln hätte teuer werden können. Preißinger kam an den Ball und probierte es aus der Distanz, der Schuss ging knapp am Tor vorbei. Besser machte es Simon Terodde auf der anderen Seite. Der Stürmer verwertete eine Flanke von Florian Kainz in der dritten Minute mit dem Kopf zur Führung. Doch der Kölner Auftritt wurde nicht souveräner. „Das Spiel ist gut losgegangen, aber wir haben das 2:0 nicht nachgelegt“, sagte Torschütze Terodde.

Wenige Minuten nach Wiederanpfiff hätte Louis Schaub für klare Verhältnisse sorgen können. Terodde spielte den Österreicher im Sechzehner frei, der Lupfer des Mittelfeldmanns ging jedoch neben den Kasten. Dafür wurde Köln bestraft: Lohkemper tauchte nach einem steilen Zuspiel im Sechzehner des FC auf und schob zum Ausgleich ein.

Im Anschluss an den Treffer der Heimelf unterbrach Schiedsrichter Waschitzki das Spiel für sechs Minuten, weil Kölner und Magdeburger Anhänger Pyrotechnik abbrannten. Als es weiterging, war der Fluss endgültig dahin. Lange Zeit kamen weder der FC noch die Gäste zu Möglichkeiten. Vom in dieser Saison oftmals starken Kölner Angriffsspiel war nichts mehr zu sehen.

Viel mehr boten die Kölner nicht, doch wirklich unglücklich waren sie nicht darüber. André Pawlak ließ jedenfalls in seinem dritten und letzten Spiel als Cheftrainer der FC-Profis Nachsicht walten. „Wir haben nach dem Aufstieg vor zwei Wochen in Fürth einen gewissen Spannungsabfall gehabt. Es war heute mehr drin, aber durchaus auch weniger“, sagte der 48-Jährige, der immerhin zufrieden war, ohne weitere Niederlage nach Hause reisen zu können. „Für uns war ein zählbares Ergebnis wichtig.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Pyrotechnik beim 1:1 von Köln gegen Magdeburg

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