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Relegation erreicht: Bornauw erzielt das Goldene Tor

Relegation erreicht : Bornauw erzielt das Goldene Tor

Der 1. FC Köln rettet sich mit dem Sieg über Schalke 04 in letzter Minute auf den Relegationsrang der Fußball-Bundesliga. Bereits am Mittwoch wird das Hinspiel in Köln angepfiffen.

Es dauerte bis zur 86. Minute, bin dieses eine, dieses dringend benötigte, dieses überlebenswichtige Tor fiel für den 1.FC Köln. Das Tor von Sebastiaan Bornauw, das den FC vor dem direkten Abstieg bewahrt. Denn durch den 1:0-Sieg über den FC Schalke 04 rettet sich Köln zumindest auf den Relegationsrang, während Werder Bremen nach der Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach ebenfalls in die Zweite Liga absteigt. „Das war das wichtigste Tor meiner Karriere, für den Verein, für mich“, kommentierte Bornauw seinen Treffer und schob hinterher: „Eigentlich war das Tor nicht schwer zu machen.“

Die Voraussetzungen für diese letzte Partie waren eindeutig, Köln musste auf jeden Fall gewinnen, Bremen und/oder Bielefeld durften nicht als Sieger vom Platz gehen. Und in den anderen Stadien lief es gut für den FC: Gladbach ging schnell in Bremen in Führung, der VfB erzielte auch einen Treffer, der aber wegen abseits nicht gegeben wurde. Nur die Kölner brachten den Ball nicht unter, zumal „Fährmann das Spiel seines Lebens gemacht hat“, wie Kölns Keeper Timo Horn die Leistung seines Gegenübers einschätzte. Schmitz (23.) scheiterte ebenso wie Czichos (24.). Kainz (26.) konnte den Schalker Keeper nicht bezwingen, und dass Horn mit der Fußspitze gegen Matthew Hoppe (43.) retten musste, zeigt, dass der Grat zwischen Führung und Rückstand ein hauchdünner war.

Im zweiten Durchgang vergab der FC dann mehr Chancen, als er sich in drei, vier Begegnungen zuvor überhaupt erarbeitet hatte, und da Bielefeld zwischenzeitlich ebenfalls klar in Stuttgart führte, war ab der 67. Spielminute klar, dass für den FC nur noch die Relegation auf dem Spiel stand, wenn nur dieses eine vermaledeite Tor fallen würde. Und es fiel, und Köln war gerettet – zumindest zwei Minuten lang. Denn Schiedsrichter Daniel Siebert überprüfte den Treffer von Sebastian Andersson am Monitor nach Hinweis aus dem Kölner Keller – und gab ihn nicht. Des Rätsels Lösung: Salih Özcan hatte nach Ausführung des Freistoßes durch Jonas Hector seinen Gegenspieler Salif Sané weggeblockt – und stand bei der Aktion abseits, was es strafbar macht. Doch die Kölner steckten nie auf, eine weitere hundertprozentige von Hector wurde erneut von Fährmann entschärft, doch der Ball landete bei Jan Thielmann, der butterweich auf den Kopf von Bornauw servierte – und dann war es nicht mehr schwer, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen.

Was folgte, war ein Stück Moral, das die Schalker über die gesamte Spielzeit vermissen ließ: Obwohl abgestiegen, warf Königsblau in der fünfminütigen Nachspielzeit alles nach vorn, beorderte Abwehrchef Sané ins Sturmzentrum, und auch Torwart Ralf Fährmann stürmte bei einem Eckball mit nach vorn. Und Fährmann kam per Kopf an den Ball, doch der landete weit neben Horns Tor.

Und dann war es aus, dieses „Alles-oder-Nichts“-Spiel, und Hector fasste das in Worte, was wohl alle im Stadion fühlten: „Eigentlich sollten wir jetzt happy sein, wir sind ja dem direkten Abstieg entgangen, aber es fühlt sich komisch an.“ Zumindest 180 weitere Minuten Bundesliga waren gewonnen für den FC – in den beiden Relegationsspielen gegen den Drittplatzierten der Zweiten Liga Holstein Kiel. Bereits am Mittwoch, 18.30 Uhr, steigt das Hinspiel in Köln.

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