Beim FC Köln muss vor dem Spiel in Regensburg improvisiert werden

Vor dem Spiel in Regensburg: Beim FC Köln muss improvisiert werden

Kölns Trainer Markus Anfang wird seine Startelf beim Spiel am Freitag in Regensburg umbauen, weil Louis Schaub und Marco Höger verletzt ausfallen. Folgt dennoch der vierte Sieg in Serie?

Markus Anfangs Wunsch nach Konstanz kommt nicht von ungefähr, der Trainer steckt mit seinem 1. FC Köln ja in einer Phase, von der er selbst sagt, dass sie aus seiner Sicht gerne noch länger andauern darf. Der Fußball-Zweitligist hat drei beeindruckende Siege in Folge gefeiert, und es gibt wohl nicht besonders viele Menschen, die davon ausgehen, dass diese Serie am Freitag im Auswärtsspiel bei Jahn Regensburg (18.30 Uhr) reißen wird; auf dem Papier klingt die Aufgabe ja durchaus lösbar. Anfang sagt: „Wir haben es zuletzt geschafft, zum richtigen Zeitpunkt Tore zu schießen und haben deshalb gute Ergebnisse erzielt – und ich hoffe, dass wir das beibehalten.“

Ein bisschen skeptisch klingt das schon, was auch daran liegen mag, dass Anfang sich an das unschöne Ende der letzten hübschen Serie erinnert: Im September gewann der FC ebenfalls drei Mal in Folge, gegen Sandhausen, Ingolstadt und Bielefeld, danach folgten fünf Spiele ohne Kölner Sieg. Eine „Garantie“ dafür, dass sein Team in Regensburg gewinnen wird, gebe es freilich nicht, sagt Anfang. Auch er weiß, dass die Oberpfälzer seit zehn Spielen nicht verloren haben und schon sieben Mal nach einem Rückstand noch gepunktet haben. Eine Übermannschaft ist der Jahn aber natürlich nicht, wer zurück in die Bundesliga will wie der FC, darf in Regensburg eigentlich nicht stolpern. Das wird auch Anfang wissen, er sagt aber auch: „Das wird schwierig.“

Auf Konstanz in seiner Startaufstellung kann Anfang bei diesem Spiel nicht setzen, er muss sie umbauen: Die beiden Mittelfeldspieler Louis Schaub und Marco Höger sind nicht mit nach Regensburg gereist. Schaub war am vergangenen Samstag beim klaren 4:0-Sieg gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth mit Adduktorenproblemen ausgewechselt worden, rechtzeitig fit geworden ist er nicht; Höger plagen Schmerzen an einer Narbe von einer früheren Verletzung. „Wir haben genug Möglichkeiten, um die Positionen anders zu besetzen“, sagt Anfang. „Wir haben es im Training durchgespielt.“

Es ist wahrscheinlich, dass Vincent Koziello für Schaub in die Startelf rücken wird. Der kleine Franzose ist ein ähnlicher Spielertyp wie der zuletzt überragende Österreicher, ein Techniker und Stratege. Anfang hält viel von Koziello, in den vergangenen Spielen ist er stets eingewechselt worden. Für Höger könnte Özcan auf der Sechs beginnen – und dort muss das Talent beweisen, dass er der zuletzt guten Kölner Defensive eine ähnliche Stabilität verleihen kann wie Höger. Es wäre wichtig, dass Abwehrspieler Benno Schmitz (Fußprellung) nicht auch noch ausfällt. Er steht zwar im Kader, sein Einsatz ist aber fraglich. Anfang muss also ein bisschen improvisieren, mit Jonas Hector, Lasse Sobiech und Christian Clemens fehlen ja auch drei weitere potenzielle Stammspieler.

Weiterhin ohne Modeste

Konstanz gibt es zumindest in einer Angelegenheit, auch wenn die dem FC nicht wirklich gefällt: Anthony Modeste kann auch in Regensburg nicht eingesetzt werden, er hat keine Spielgenehmigung. Das hängt damit zusammen, dass die Fifa noch darüber befindet, ob sein chinesischer Ex-Klub Tianjin Quanjin dem Stürmer noch Geld zahlen muss. Realistisch ist wohl, dass Modeste erst im neuen Jahr für den FC zum Einsatz kommen wird.

Voraussichtliche Aufstellung: T. Horn - Schmitz (Sörensen), Meré, Czichos - Özcan - Risse, J. Horn - Koziello, Drexler - Cordoba, Terodde

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