1. FC Köln: Pal Dardai Kandidat Trainer-Kandidat

Führungs-Duo gesucht : Dardai Kandidat als FC-Trainer

Nach der Absage von Bruno Labbadia ist wohl Pal Dardai Favorit im Rennen um die Nachfolge von FC-Trainer Achim Beierlorzer. Der neue Mann in Köln soll das Team auf das Spiel bei RB Leipzig am 23. November vorbereiten.

Es brauchte eigentlich keinen letzten Beweis mehr dafür, dass die Lage beim 1. FC Köln ernst ist, die Spieler des Fußball-Bundesligisten erbrachten ihn dennoch – indem sie am Montag ganz ernsthaft trainierten. Das ist bemerkenswert, weil die Einheit zum Auftakt der Karnevalssession am 11. November in Köln meist eine lockere Spaßangelegenheit ist. In diesem Jahr war das anders, keine verrückten Kostüme, keine ausgelassene Stimmung. „Das kam aus der Mannschaft“, sagte Interimssportchef Frank Aehlig. „Es wäre nicht das richtige Signal, wenn wir hier einen auf gute Laune und Alaaf machen würden.“

Beim FC haben sie andere Dinge zu tun, als Karneval zu feiern: Die Mannschaft steht mit nur sieben Punkten aus elf Spielen auf dem vorletzten Tabellenplatz; dazu ist Sportchef Armin Veh seit Freitagabend nicht mehr im Amt, Trainer Achim Beierlorzer seit Samstagnachmittag.

Klingt wieder nach dem typischen Kölner Chaos. „Von außen betrachtet kann vielleicht der Eindruck aufkommen“, sagte Geschäftsführer Alexander Wehrle: „Ich sehe es aber ganz anders: Wir sind absolut handlungsfähig, hier herrscht ganz sicher kein Chaos.“ Es gelte nun, die zwei Schlüsselpositionen „optimal und zeitnah“ zu besetzen. Zuerst wird wohl entgegen der ursprünglichen Planung ein Coach verpflichtet; der neue Mann soll das Team auf das Spiel bei RB Leipzig am 23. November vorbereiten.

Klar ist: Der Trainer soll Bundesligaerfahrung haben. „Ich habe noch keine Gespräche geführt, sondern bislang nur Verfügbarkeiten und Bereitschaften abgeklopft“, sagte Aehlig, der mit der Trainersuche betraut ist. Namen wollte der Interimssportchef nicht kommentieren. Als Favorit gilt nach der Absage von Bruno Labbadia wohl Pal Dardai (43). Der Ungar trainierte bis Sommer viereinhalb Jahre lang seinen Stammverein Hertha BSC; nach einer Auszeit sei sein Akku wieder aufgeladen, sagte Dardai jüngst. Er gilt als Trainer, der durchgreifen kann – was in Köln sicher gefragt ist.

(luk)