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Fußball-Bundesliga: Borussia Mönchengladbach hat neuen Hauptsponsor

Neuer Hauptsponsor für Fußball-Bundesligisten : Borussia Mönchengladbach rüstet sich für die Zukunft

Der Fußball-Bundesligist präsentiert einen neuen Hauptsponsor. In Zeiten der Corona-Krise muss aber gespart werden. Die Einkünfte aus der Champions League reichen nicht, um alle Löcher zu stopfen.

Für die Trikot-Designer von Kappa und aktuell Puma war der gelbe Balken des Mönchengladbacher Hauptsponsors Postbank eine nicht zu stemmende Herausforderung. Das ist ab dem 1. Juli Geschichte. Der neue Geldgeber Flatex bringt einen zurückhaltenden Schriftzug (schwarz-orange) ein – und auch mehr Geld. „Darüber reden wir nicht“, sagte Finanz-Geschäftsführer Stephan Schippers zur Summe des Dreijahres-Vertrag plus einjähriger Option mit dem Online-Broker. Er sagte zumindest: „Es wird nicht weniger.“

Rund sieben Millionen Euro pro Jahr brachte der Kontrakt mit dem Vorgänger ein, der Vertrag mit dem Frankfurter Unternehmen soll sich nun auf rund zehn Millionen Euro belaufen. Das Online-Unternehmen will durch die Partnerschaft seine Kundenzahl von einer auf zwei Millionen steigern, Gladbach weiter solide wirtschaften.

Das heißt in Corona-Zeiten einsparen statt hasadeurgleich alles Geld in Verstärkungen zu stecken, wie so mancher Borussen-Anhänger es gehofft hat. „Die Situation ist nicht existenz- aber substanzbedrohend“, warnt Schippers.Die Liaison mit einem progessiven Partner ändere nichts an der Philosophie des Clubs: Es wird nur ausgegeben, was auch erwirtschaftet wurde.

Das hat Konsequenzen für Sportdirektor Max Eberl und Trainer Marco Rose. „Die Mannschaft zu halten“, ist das vorrangige Ziel. Selbst die erwarteten Millionen aus der Champions League reichen nicht, um die Corona-Löcher zu stopfen. Fest steht laut Borussias Geschäftsführer, dass er mit einem Verlust an TV-Geldern von 13 Millionen Euro kalkulieren muss. Und für jedes Geisterspiel (Heim- und Auswärtspartien) setzt Schippers 1,4 Millionen Euro als Verlust an. Neun sind fix aus der abgelaufenen Saison, und für die anstehende erwartet er weitere.

Und auch bei der Königsklasse ist er skeptisch: 15 Millionen Euro stehen als Antrittsprämie fest, Punktprämien sind unkalkulierbar, weitere Ausschüttungen auch von den Gegnern abhängig.

Eberl wird trotzdem Verstärkungen finden, schlau und kreativ, wie er es nennt. Und Schippers will dafür sorgen, dass selbst für den Fall eines kompletten Lockdowns, den er nicht ausschließt, die Borussia eine Überlebenschance hat.