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Düren: Evivo will den VfB ins Grübeln bringen

Düren : Evivo will den VfB ins Grübeln bringen

Verdient hat der sechsfache Deutsche Meister VfB Friedrichshafen am Samstagabend das dritte Endspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen Evivo Düren 3:0 (25:16, 25:23, 25:17) gewonnen, liegt nun 2:1 in Front, kann am Mittwoch in der Arena Kreis Düren den siebten Titelgewinn perfekt machen.

Doch es war mehr drin am Bodensee für die Gäste von der Rur: „Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht. Da kannst du halt nicht gewinnen”, ärgerte sich Dürens Zuspieler Ilja Wiederschein. Und auch Sven Dick nannte einen Grund für die Verlustpartie: „Wir haben ihnen immer wieder gestattet, mehrere Punkte in Folge zu machen.”

Beispielsweise im ersten Satz: Da machte Dürens Heriberto Quero den Zähler zum 11:13, anschließend zogen die Gastgeber aber dank Jochen Schöps auf 17:11 davon. Oder im zweiten Satz: Düren führte 17:15. Aber der VfB drehte den Abschnitt, indem er zunächst einmal wieder vier Punkte in Folge machte.

Dabei bot das Team von Stelian Moculescu, der nach dem Spiel beim obligatorischen Händedruck Dürens Coach Bernd Werscheck kaum eines Blickes würdigte, nicht die Leistung vom ersten Finalspiel. Besonders mit hammerharten Aufschlägen hatten die Häfler eine Woche zuvor Evivo in etwas mehr als einer Stunde aus der Halle gefegt.

Samstag demonstrierte zwar vornehmlich Jochen Schöps Aufschlagstärke, aber Düren, das sich gegenüber der Auftaktbegegnung erheblich steigerte, leistete sich immer wieder Aussetzer in entscheidenden Momenten - von der verschlagenen Aufgabe bis zum tatenlosen Zuschauen, wenn ein Ball ins Feld tropfte.

„Es war wirklich mehr drin”, ärgerte sich Werscheck, „aber so hat der VfB verdient gewonnen, weil wir immer mehreren Punkten hinterherlaufen mussten und nicht den nötigen Druck haben ausüben können.”