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Düren: Evivo: Michael Overhage wird neuer Team-Manager

Düren : Evivo: Michael Overhage wird neuer Team-Manager

Der Volleyball-Bundesligist Evivo Düren hat eine Lücke geschlossen. Nach zwei Jahren besetzt der Klub den Posten des Team-Managers wieder. Michael Overhage heißt der Mann, der sich künftig um die Belange der Mannschaft, das Marketing und die Sponsorenbetreuung kümmern wird.

Der 37-Jährige ist kein Unbekannter in Düren. Bis 2003 spielte er für das Regionalliga-Team des Dürener TV. „Der Kontakt war seitdem nie abgerissen”, sagt der Neue im Evivo-Team. Und deswegen kamen Overhage und der Klub schnell ins Gespräch, als es darum ging, die Mannschaft hinter der Mannschaft zu verstärken. „Wir fahren nach wie vor eine Konsolidierungslinie. Dabei sind wir auf einem guten Weg”, erklärt Geschäftsführer Rüdiger Hein, warum der Posten nach zwei Jahren wieder besetzt wird.

Der Sparkurs, der nach den kostspieligen Champions-League-Jahren 2005 bis 2007 gefahren werden musste, habe auch zu Abstrichen in der Verwaltung geführt. Vor zwei Jahren wurde der Vertrag von Daniel Mey nicht verlängert. Jetzt sei der Klub laut Hein an einem Punkt angelangt, an dem ein hauptamtlicher Manager finanziell vertretbar sei. „Außerdem muss man investieren, wenn man später profitieren will”, so der Geschäftsführer weiter.

Das hat die Praxis den Klub offenbar gelehrt. Zuletzt wurden die Bereiche, die Overhage jetzt abdeckt, zwischen mehreren ehrenamtlichen Mitarbeitern aufgeteilt. „Wir hatten viele Ideen. Aber davon sind auch viele auf der Strecke geblieben, weil wir sie nicht in die Tat umsetzen konnten. Schließlich hat jeder von uns noch einen Beruf”, spricht Hein davon, dass eine Kapazität gefehlt habe, die sich nachhaltig um Mannschaft, Marketing und Sponsoren kümmern konnte.

Die Ehrenamtler arbeiten künftig weiter - an der Seite von Overhage. Der gebürtige Kölner hat einen ungewöhnlichen Lebenslauf vorzuweisen. In den vergangenen Jahren war er Volleyball-Trainer auf Island, betreute dort die Damen- und Herrenmannschaft des Erstligisten Reykjavik. Vor drei Jahren wurde er schließlich Nationaltrainer des Volleyball-Entwicklungslandes.

Overhage hat diesen Posten nach wie vor inne. „Island war eine tolle Erfahrung”, berichtet der 37-Jährige. „Aber ich wollte wieder einen Schritt zurück in Richtung Heimat machen.” Und da kam die Suche der Dürener nach einem Manager gerade recht. Overhage bringt Volleyball-Verstand mit, da er den Trainer-A-Schein hat. Und im Management kennt er sich aufgrund seines Studiums der Sportökonomie aus. „Düren bietet mir die Gelegenheit, wieder in dem Berufsfeld zu arbeiten, das ich studiert habe”, nennt der groß gewachsene, schlanke Mann einen weiteren Grund.

Ausschlaggebend sei zudem die Perspektive bei Evivo gewesen. „Düren ist ein Spitzenverein. Die Mannschaft für die kommende Saison wird sehr stark sein. Das sind gute Voraussetzungen.” Michael Overhage wird das Feld der Sponsorenbetreuung nicht alleine beackern. Neben den bisherigen ehrenamtlichen Mitarbeitern wird auch der vor kurzem verpflichtete Weltklasse-Spieler Stefan Hübner versuchen, den Etat aufzustocken. Eine Sache wird Overhage jedoch nicht leisten können: Als Co-Trainer kommt er, entgegen erster Planungen, nicht in Frage. Dafür ist der Arbeitsaufwand bereits in der zweiten Woche zu hoch. Ein Assistent für Chef-Coach Sven Anton wird noch gesucht. Genau wie Spieler Nummer zwölf.