Düren: Evivo leistet dem Meister lange Widerstand

Düren: Evivo leistet dem Meister lange Widerstand

Spiel verloren, Anerkennung gewonnen. Mit 1:3 (25:21, 15:25, 16:25, 23:25) unterlag Volleyball-Bundesligist Evivo Düren am Samstag vor 1600 Zuschauern dem Deutschen Meister VfB Friedrichshafen. Aber wer gedachte hatte, die Gäste würden „kurzen Prozess” mit den Dürenern machen, wurde angenehm enttäuscht.

Zumal im ersten Satz das Dürener Spiel den deutlich höheren Unterhaltungswert hatte. Kaum Aufschlagfehler, mutig abgeschlossene Attacken und einige „Dunkelblocks” ließen des Volleyballs nicht so Kundige durchaus im Zweifel: „Wer ist hier der Meister?” Diesen Eindruck rückte der VfB schnell zurecht.

Meistertrainer Stelian Moculescu hatte bei 4:4 im zweiten Satz genug von seinem Außenangreifer Lukianetz gesehen und brachte Andras Geiger. Marcus Böhme musste dem jungen Lukas Bauer Platz machen - Entscheidungen, die sich auszahlten.

Der VfB kam ins Rollen, Düren kam der Plan abhanden, den Gegner zu stellen. Zwei Sätze wurden deutlich verloren. Mit ungebrochener Moral wehrte Düren im vierten Satz aber zwei Matchbälle ab, bevor Artur Augustyn mit vollem Risiko aufschlug - und den Ball ins Aus setzte. „Uns fehlen noch Routine und Gelassenheit”, so der zufriedene Trainer Sven Anton. „Düren wird sich weiter steigern”, lobte auch Moculescu.

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