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Berlin: Evivo erobert die Tabellenspitze zurück

Berlin : Evivo erobert die Tabellenspitze zurück

Der Deutsche Meister legte am Samstag vor: 3:0 gewann der VfB Friedrichshafen bei der SG Eschenbacher Eltmann und übernahm wieder die Tabellenführung. Am Sonntag aber legte Evivo Düren nach: Der Vize siegte beim SC Charlottenburg Berlin mit 3:1 (24:26, 25:22, 25:21, 25:23).

Folglich setzte sich das Team von der Rur wieder vor die Mannschaft vom Bodensee.

„Wer den VfB 3:0 besiegt und in Berlin beim SCC gewinnt, der steht zur Zeit zurecht an der Tabellenspitze”, freute sich Manager Bernd Werscheck direkt nach dem letzten Ballwechsel für Trainer Mirk Culic und seine Aktiven. Zu Beginn der Partie sah es aber keineswegs nach einem Erfolg des Gastes aus dem Rheinland aus. Gewiss, die Mannen von Trainer Mirko Culic gingen 7:3 in Front.

Doch dann wankte Evivo, rettete die Führung bis zur ersten technischen Auszeit (8:6), um sich dann mit dem Gastgeber, der eine Woche zuvor immerhin in Friedrichshafen triumphiert hatte, eine enge Partie zu liefern. Denn Dürens Annahmespezialisten gelang es nicht, Berlins Aufschläge zu entschärfen und Dürens Angreifer setzten sich gegen Block und Feldabwehr des SCC nicht effektiv genug durch.

So ging Abschnitt 1 24:26 verloren. Satz 2 entwickelte sich wie der erste Satz: Düren führte zeitweise mit vier Punkten Vorsprung. Evivo musste aber wieder des Gegners Ausgleich und Führung hinnehmen. Doch nun zahlte sich immer mehr die Champions-League-Erfahrung aus. Düren fand ins Spiel, schlug besser auf, blockte besser, kaufte routiniert dem Gastgeber den Schneid ab. Das 25:22 war deshalb die logische Konsequenz wie auch die 2:1-Führung durch den Gewinn des dritten Satzes (25:21).

Dürens Überlegenheit hielt vor 2150 Zuschauern - unter ihnen 40 Fans aus der Kreisstadt - auch im vierten Abschnitt an. Der Gast ließ sich selbst von der Aufholjagd des SCC nach 12:19-Rückstand nicht beeindrucken. Evivo behielt die Ruhe und mit 25:23 die Oberhand.

Da freute sich natürlich Spielführer Sven Anton ob des Sieges, auch wenn er von der Qualität der Partie nicht angetan war: „Wenn wir in Berlin spielen, kommt immer Krampf auf. Deshalb bin ich froh, dass wir gewonnen haben und wieder auf dem ersten Platz in der Bundesliga stehen.”

Lange darf sich Evivo aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen: Bereits am Mittwoch muss das Team beim Moerser SC antreten. In den letzten Partien entwickelte sich der MSC zum Angstgegner: Zweimal warf der Klub vom Niederrhein Evivo aus dem Pokal. Mittwoch will Düren Revanche.