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Düren: Evivo Düren nimmt Platz zwei ins Visier

Düren : Evivo Düren nimmt Platz zwei ins Visier

Mit einem Doppelspieltag startet Volleyball-Bundesligist Evivo Düren an diesem Wochenende in Berlin in die Saison: heute bei den Volley Dogs, morgen beim VC Olympia.

Der Auftakt wird die erste Bewährungsprobe für Dürens einzigen Neuzugang sein: Ilja Wiederschein, 27 Jahre alt, 90-facher Nationalspieler. Er soll als Nachfolger von Diego Gutierrez Evivos Angreifern die Bälle maßgerecht servieren.

Herr Wiederschein, warum haben Sie den VfB Friedrichshafen verlassen? Warum haben Sie sich Düren angeschlossen?

Wiederschein: Ich hatte drei schöne Jahre am Bodensee, aber in der letzten Saison bin ich zu wenig zum Einsatz gekommen. Und in Deutschland ist Düren eben die Nummer 3. Bei Evivo kann ich nun einerseits die Verantwortung übernehmen und kann ich andererseits durch eine berufliche Ausbildung an meine Zukunft nach dem Volleyball denken.

Evivo strebt zumindest wieder den dritten Tabellenplatz an.

Wiederschein: Wir wollen aber auch den zweiten Platz nicht aus den Augen verlieren. Es ist doch klar: Als Nummer 3 willst du dich nicht verschlechtern, willst du besser werden. Es ist richtig, dass du dir immer höhere Ziele setzt. Und wenn die Tagesform es zulässt, werden wir auch gegen die beiden Topfavoriten SCC Berlin und VfB Friedrichshafen gewinnen können.

Die beiden Auftaktpartien müssen Sie aber unter schlechten Vorzeichen bestreiten: Vier der zehn Evivo-Spieler konnten unterhalb der Woche ganz oder teilweise nicht trainieren, Tim Elsner kann die Reise nach Berlin nicht mitmachen.

Wiederschein: Trotzdem: Wir müssen auch so gegen die beiden Berliner Teams gewinnen. Das sind einfach Pflichtsiege. Und bevor am fünften Spieltag mein alter Verein VfB Friedrichshafen nach Düren kommt, wollen wir 8:0 Punkte haben. Mal schauen, wie wir uns dann in der neuen Arena gegen die Häfler schlagen.

Wird diese Partie ein besondere für Sie sein?

Wiederschein: Nein, dafür gibt es keinen Grund. Ich bin schließlich nicht im Groll geschieden. Die Zeit war einfach abgelaufen.

Evivo zieht aus der engen Burgauhalle in die neue Arena Kreis Düren um, die rund 2500 Zuschauer fast. Und der Spielplan bringt bis auf den VfB 2004 keine zugkräftigen Teams nach Düren.

Wiederschein: Wenn wir erfolgreich spielen, werden die Fans auch so kommen. Die Leute wollen jubeln, wollen Siege sehen. Und in der Top-Ligarunde, bei den Play-offs empfangen wir ja Teams wie Wuppertal und Mendig. Außerdem: Wer erfolgreich sein will, muss auch auswärts gewinnen.