Aachen: Erstes Heimspiel für TK Kurhaus: Jeder Satzgewinn zählt

Aachen: Erstes Heimspiel für TK Kurhaus: Jeder Satzgewinn zählt

Es ist wie in jeder Saison der Tennisbundesliga am Finalwochenende des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon: Die Teams haben größere oder auch kleinere Probleme, schlagkräftige Teams an den Start zu kriegen.

Und wenn der Titelverteidiger TK Kurhaus Aachen am Freitag (13 Uhr) den nach der Auftaktniederlage in Halle bereits angeschlagenen Meisterschafts-Aspiranten Rot-Weiß Erfurt empfängt, dürfte es bei dieser „Tennisschlacht“, wie Kurhaus-Teamchef Alexander Legsding das Aufeinandertreffen der beiden Liga-Schwergewichte beschreibt, wahrscheinlich auf jeden Satz, auf jeden Punkt ankommen.

Die Aachener Pläne, für das Erfurt-Spiel „die stärkste Mannschaft an den Start zu kriegen, die die Bundesliga jemals gesehen hat“ (ebenfalls Legsding), haben sich jedenfalls zerschlagen. Zwar wird Deutschlands Top-Spieler Philipp Kohlschreiber heute anreisen, um am Freitag an Position 1 für Aachen zu spielen, aber ob auch Roberto Bautista-Agut dabei sein wird, ist noch offen. Florian Mayer kann wegen seiner noch nicht auskurierten Verletzung nicht als Spieler antreten und wegen eines grippalen Infekts auch nicht wie geplant als Zuschauer dabei sein.

Gut besetzte Doppel

So wird der Argentinier Carlos Berlocq, der zum Auftakt in Neuss als Einziger sein Einzel abgeben musste, in der Aufstellung weiter nach vorne rücken, Andreas Beck und Julian Reister die Reihen des Lambertz-Teams komplettieren. „Für alle Beteiligten ist klar, dass es für uns in Richtung Titelverteidigung gehen muss“, meint Andreas Beck, der im dritten Jahr in Kurhaus-Reihen steht. „Und je näher die Saison rückt, desto häufiger reden wir Spieler auch auf der Tour über die anstehenden Partien.“

Aus dem Vollen schöpfen kann Kurhaus-Trainer Carsten Arriens bei den Doppeln: Neben den beiden Spezialisten Frantisek Cermak und André Begemann steht auch Kurhaus-Ikone Dominik Meffert bereit, um der Begegnung den entscheidenden Dreh zu geben, wenn nach den Einzeln noch keine Entscheidung gefallen sein sollte.

Beck, Berlocq und Meffert sind bereits am Mittwoch angereist, um sich auf die bevorstehende Partie gegen Erfurt und den zweiten Auftritt an diesem Wochenende am Sonntag bei Aufsteiger Badwerk Gladbach vorzubereiten und sich Spielpraxis auf Asche zu holen.

Zumal die Gladbacher in dieser Saison durchaus zum erweiterten Favoritenkreis zu zählen sind, der durchaus vier, fünf Teams umfasst — neben Aachen, Erfurt und Gladbach auch Halle und Mannheim. Die Thüringer sind jedenfalls zum Gewinnen verdammt. „Wenn Erfurt gegen uns nicht gewinnt, dann sind für sie mit vier Minuspunkten die Meisterschaftsträume beendet“, schätzt Arriens.