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Köln: Entscheidung über Baecks Zukunft fällt am Wochenende

Köln : Entscheidung über Baecks Zukunft fällt am Wochenende

So „sensationell”, wie viele das Ausscheiden von RheinEnergie Cologne gegen TSK Universa Bamberg bewerten, ist es eigentlich gar nicht; denn von einer veritablen Überraschung kann ob der völlig verkorksten Saison der Kölner Basketballer kaum die Rede sein.

Die 1:3-Viertelfinalpleite gegen die Franken war vielmehr die konsequente Fortsetzung dessen, was zumindest Teile der Mannschaft die gesamte Saison über gegen fast jedes Team, das nicht Bonn oder Berlin hieß, geboten hat: Dienst nach Vorschrift, offensichtliche Motivationslosigkeit, bisweilen gar Arbeitsverweigerung, wie etwa bei der Niederlage in Leverkusen.

„Wir dürfen auch nach diesem bitteren Saisonende nicht das Positive übersehen”, sagt RheinEnergie-Geschäftsführer Michael Mronz. Immerhin habe man das Pokalfinale erreicht, als einzige deutsche Mannschaft die Vorrunde des ULEB-Cups überstanden und „den Zuschauerschnitt um 50 Prozent gesteigert”.

Gleichwohl räumt auch er ein, dass die Saison „unsere sportlichen Erwartungen nicht erfüllt” hat. Und die geschäftlichen wohl auch nicht: Mronz beziffert die durch das frühe Play-Off-Aus entgangenen Einnahmen mit „rund 250 000 Euro”.

Welche Konsequenzen das für den Etat der kommende Saison haben wird, ob man in Köln wieder ein solches Starensemble, das in dieser Breite in der Liga seinesgleichen sucht, sehen wird, „muss man abwarten”, sagt der „tief enttäuschte” Manager.

Ebenfalls abzuwarten bleibt, was mit dem Trainer passiert: Zumindest muss Stephan Baeck sich, ganz im Gegensatz zu seinem Vorgänger Svetislav Pesic, vorwerfen lassen, das Team habe sein Potenzial bei weitem nicht ausgeschöpft. Mronz: „Vor den Play-Offs haben wir die Basis für eine weitere Zusammenarbeit festgestellt.”

Wie sich allerdings die Situation nach der Pleite gegen Bamberg darstellt, „werden wir kommendes Wochenende besprechen”, möchte Mronz einer Entscheidung „so kurz nach dem Saisonende nicht vorgreifen”.