1. Sport

Athen/Düren: Dürener Tränen im Sand von Athen

Athen/Düren : Dürener Tränen im Sand von Athen

Knüppeldick für Susanne Lahme (35) und Danja Müsch (33/GFC Düren 09). Vier Matchbälle konnten die Dürenerinnen gegen Perrotta/Galletti (Italien) nicht nutzen, im Tie-Break des Achtelfinals verlor das Beachvolleyball-Duo mit 19:21 und schied aus.

„Heute ist es einfach Scheiße gelaufen”, stellte eine deprimierte Danja Müsch fest. „Das ist einfach ein schwarzer Tag.” Statt einer Medaille reichte es nur zum Mindestziel Platz 9.

Besonders eine Situation hat sich in Müschs Gedächtnis eingebrannt. Beim zweiten Matchball hatte sie keinen Block vor der Nase, das gegnerische Feld war so gut wie frei. „Wie dämlich. Ich lege diesen einfachen Ball ins Aus”, ärgerte sich die 33-Jährige noch Stunden später.

Ob Danja Müsch ihre Karriere nach dem Saisonende im September beenden wird, steht noch nicht fest. „Diese Entscheidung hat nichts mit dem Turnier hier zu tun”, sagte Müsch gestern. Erst in den kommenden Wochen will sich die Abwehrexpertin Gedanken machen, ob sie weiter bis zur Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Berlin spielen will.

Partnerin Susanne Lahme und Trainer Bernd Werscheck waren nach der unglücklichen Niederlage abgetaucht. „Susi ist total am Ende”, so Danja Müsch. „Einen solchen Abschied von den Olympischen Spielen hat sie nicht verdient.”

Susanne Lahme hatte ihren ersten olympischen Auftritt in Seoul 1988 für die Hallen-Nationalmannschaft der DDR. Gestern hatte die „große Dame des deutschen Volleyballs”, wie die blonde Blockspielerin oft bezeichnet wird, bei ihren vierten Spielen einen tränenreichen Abgang. Für Danja Müsch war es die dritte und ebenfalls letzte Teilnahme.

Trotzdem werden das Duo und ihr Trainer Bernd Werscheck bis zum Ende der Spiele in Athen bleiben. „Wir werden die anderen Beacher anfeuern”, erklärte Müsch das Programm der kommenden Tage. Steffi Pohl und Okka Rau sowie Andreas Scheuerpflug und Christoph Dieckmann bestreiten heute ihre Viertelfinals.

Wer weiß, vielleicht macht es uns in einigen Tagen, wenn wir uns wieder aufgerappelt haben, Spaß, als Touristen bei den Spielen dabei zu sein”, sagte Müsch.