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Domspringen: Wettkampf auf Weltklasseniveau

Domspringen: Wettkampf auf Weltklasseniveau

Die 12. Auflage des NetAachen-Domspringens auf dem Katschhof ist erfolgreich zu Ende gegangen. Lukas Weinberger hat abschließend noch einmal mit dem Organisator des Domspringens Michael Leers gesprochen.

Herr Leers, wie war die Party nach dem Domspringen?

Michael Leers: Sehr gut, die Jungs haben es richtig krachen lassen. Sie haben Björn Ottos Abschied und Tobias Scherbarths Sieg ausgiebig gefeiert. Das war klasse.

Mit dem Wettkampf sind Sie hoffentlich genauso zufrieden . . .

Leers: Absolut. Es hat alles gepasst: das Wetter, die Stimmung, die Leistungen. Die Entscheidung war spannend, auch wenn es nicht die ganz großen Höhen gab. Es war wieder mal ein Wettkampf auf Weltklasseniveau. Schade, dass Tobias Scherbarth am Ende die 5,80 Meter nicht geschafft hat. Das hätte diesem ohnehin schon grandiosen Springen noch die Krone aufgesetzt.

Wie traurig sind Sie über die recht kurzfristigen Absagen von Weltmeister Shawn Barber und dem Olympia-Dritten Sam Kendricks?

Leers: Natürlich hätte ich sie gerne in Aachen gesehen, das war ja auch der Plan. Aber wenn jemand krank wird, kannst du das nicht ändern. Das wäre auch Klagen auf hohem Niveau: Wir hatten ja dennoch ein tolles Feld, unter anderem mit Piotr Lisek, dem Olympia-Vierten.

Und mit einer Überraschung: dem Niederländer Menno Vloon auf Platz zwei.

Leers: Sein Manager hat seit Wochen angefragt, ob Menno nicht dabei sein könne. Und als wir dann kurzfristig noch einen Platz frei hatten, habe ich zugesagt. Dass er so gut gesprungen ist und mit 5,60 Meter beinahe eine neue Bestleistung aufgestellt hat, ist natürlich schön.

Und ab jetzt konzentrieren Sie sich aufs Domspringen 2017?

Leers (lacht): Wir haben tatsächlich schon darüber gesprochen. Aber jetzt schließen wir erst einmal 2016 ab.

(luk)