Domspringen in Aachen: Stabhochspringer Sam Kendricks sagt verletzt ab

Stabhochspringen auf dem Katschhof : Kendricks sagt für das Domspringen ab

Stabhochspringer Sam Kendricks wird am Mittwoch nicht in Aachen an den Start gehen: Der US-Amerikaner hat wegen Rückenproblemen für das 15. NetAachen-Domspringen abgesagt - und kann sich nicht mit Piotr Lisek und Renaud Lavillenie messen.

Das Domspringen sollte zum großen Stelldichein der besten Stabhochspringer der Welt werden, die drei Medaillengewinner der vergangenen Weltmeisterschaft hatten zugesagt, Sam Kendricks, Piotr Lisek und Renaud Lavillenie. Doch aus dem Trio ist am Montagvormittag ein Duo geworden: Weltmeister Kendricks kann wegen Rückenproblemen nicht beim Domspringen starten.

Der US-Amerikaner führt im Moment die Weltjahresbestenliste an; im Juli übersprang er bei den nationalen Meisterschaften 6,06 Meter. Am Sonntag war Kendricks noch beim Istaf in Berlin gestartet; mit 5,80 Metern wurde er am Ende Zweiter hinter dem schwedischen Shootingstar Armand Duplantis, der für die Höhe einen Versuch weniger als Kendricks benötigt hatte. Der Wettkampf war wegen schlechter Witterungsverhältnisse danach abgebrochen worden, so dass beide Springer die nächste Höhe nicht mehr in Angriff nehmen konnten. Kendricks hatte aber schon da den Eindruck gemacht, dass er nicht ganz fit ist. Ob Kendricks möglicherweise auch für die WM-Entscheidung in Doha in rund vier Wochen ausfallen wird, ist offen.

Als Favorit auf den Sieg in Aachen gilt jetzt der Pole Lisek, der in dieser Saison bereits 6,02 Meter hoch gesprungen ist; im Vorjahr hatte er Kendricks auf dem Katschhof in einem spannenden Wettbewerb geschlagen. Lavillenie, Olympiasieger von 2012 und mit 6,16 Meter Weltrekordhalter in der Halle, ist der beste Stabhochspringer des vergangenen Jahrzehnts, beim Domspringen aber dennoch nur der Herausforderer.

Die deutschen Hoffnungen auf eine vorderer Platzierung heißen Torben Blech und Bo Kanda Lita Baehre.

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