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Aachen: Die Revanche gelingt nicht: Niederlage für die „Ladies in Black“

Aachen : Die Revanche gelingt nicht: Niederlage für die „Ladies in Black“

„Wiesbaden ist extrem schlecht ins Spiel gekommen. Doch dann hat sich der Gegner besser auf unser Angriffs- und unser Blockspiel eingestellt und wir haben etwas den Faden verloren“, bewertete Manuel Hartmann, Trainer der „Ladies in Black“ Aachen den Auftritt seiner Mannschaft gegen den Tabellendritten aus der hessischen Landeshauptstadt.

Tatsächlich hätte vor dem närrischen Publikum — Prinz Michael II. und sein Hofstaat machten dem Hexenkessel ihre Aufwartung auch mehr drin sein können als die 1:3 (25:17, 19:25, 24:26, 18:25)-Niederlage, die die „Ladies“ vor 881 Zuschauern kassierten.

Tatsächlich legten die Aachenerinnen los wie die sprichwörtliche Feuerwehr, standen gut in der Annahme, überragend im Block, und der Angriff trieb die Gäste in ein wahres Fehlerfestival. Das Team von Trainer Dirk Groß rieb sich verwundert die Augen und war noch klarer unterlegen, als es das Ergebnis mit acht Punkten Unterschied vermittelt.

Doch die Wiesbadenerinnen schafften es, sich bereits im folgenden Satz besser auf die Aachener Angriffe einzustellen und die bis dahin hohe Eigenfehler-Quote zu reduzieren. Zudem hatten die Gäste den Aachener Block besser im Griff, und statt „Killblock“ auf Aachener Seite landeten die Bälle zunehmend von der schwarzen Wand im Seitenaus. Wiesbaden kam fast ebenso deutlich zum Ausgleich.

Im dritten Durchgang setzte Aachens Coach dann auf größere Angriffspower: Für die annahmestärkere Miroslava Kuciakova kam Lene Scheuschner, die einen härteren Angriffsschlag mit sich bringt, und die Begegnung entwickelte sich zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Mannschaften: Zur zweiten technischen Auszeit führten die Gäste nach einem Servicefehler der „Ladies“ mit einem Punkt, legte immer wieder vor, und die Aachenerinnen konterten.

Ivona Svobodnikova verkürzte zum 21:22, Wiesbaden erarbeitete sich zwei Satzbälle. Aachen gelang der Ausgleich zum 24:24, doch dann machten die Gäste zwei Punkte in Folge, und der dritte Durchgang ging ebenfalls an die Gäste — „wenn auch nur zähneknirschend“, wie Hallensprecher André Schnitker meinte.

Wiesbaden konnte den Schwung mit in den vierten Satz nehmen und sicherte sich den ersten Matchball durch einen Aachener Fehler.

„Wir haben von Anfang an richtig Druck gemacht und Wiesbaden vor große Probleme gestellt“, sah Lene Scheuschner die Partie. „Später haben wir dann zu viele Punkte ärgerlich hergeschenkt. Aber der Wille war bei uns immer da, und das gibt ein gutes Gefühl“, sagte die 19-jährige Außenangreiferin

Aachen: Kosova, Bongaerts, Grozer, Svobodnikova (Langgemach), Crkonova, Kuciakova , Valachova (Scheuschner)