1. Sport

Düren: Der VfB Friedrichshafen stürmt Dürens Arena

Düren : Der VfB Friedrichshafen stürmt Dürens Arena

Dem VfB Friedrichshafen fehlt nur noch ein Sieg zur achten deutschen Meisterschaft. Denn, am Mittwochabend besiegte die Mannschaft von Stelian Moculescu im zweiten Endspiel wie zum Auftakt der Finalrunde Evivo Düren glatt mit 3:0. Beim ersten Sieg der Häfler überhaupt in der Arena Kreis Düren gingen die Sätze 25:19, 25:19 und 25:15 an die Gäste.

Neidlos mussten die Gastgeber anerkennen, dass der Champions-League-Sieger an diesem Abend eine Klasse für sich war.

„Hoffentlich gelingt uns in Düren ein Start wie Evivo bei uns”, hatte sich Jochen Schöps gewünscht. Die Hoffnung des Diagonalangreifers ging vor rund 3000 Zuschauern in der ausverkauften Arena in Erfüllung.

Und der Mann, dem unter anderem ein Angebot über eine Million Euro Jahresgage aus Russland vorliegt, war an der Überlegenheit des VfB maßgeblich beteiligt: Er schmetterte und blockte im ersten Satz, ohne sich von seinen Gegenspielern beeindrucken zu lassen. Zwar führte der Gastgeber 13:10, doch dann gelangen den Häflern zehn Punkte, Mirko Culics Spielern nur noch drei - und weg waren Vorsprung und im Endeffekt Satz.

Dürens Anhänger wurden ruhiger. Und mussten mit ansehen, wie Evivo auch im zweiten Satz nur bis zum Stand von 10:11 und 15:16 mithalten konnte. Der VfB agierte überaus abgeklärt, stand in Block und Feldabwehr sicher, punktete im Angriff zuverlässig, dominierte auch mit seinen Aufschlägen. Stelian Moculescu hatte sein Team auf den Punkt genau in Topform gebracht. Folglich schrieben sich die Gäste auch den 2. Satz mit 25:19 gut.

Düren setzte auf die Zehn-Minutenpause vor dem 3. Satz und das eigene Publikum. Die Fans erhoben sich denn auch von ihren Plätzen: „Steht auf, wenn Ihr Dürener seid!”, skandierten sie. Doch selbst die frenetische Unterstützung nützte nichts mehr.

Und auch die Tatsache, dass Dürens Coach Mirko Culic in jedem Satz etliche Wechsel vornahm, half Evivo nicht weiter: Friedrichshafen stürmte die Arena in beeindruckender Manier. Dürens Trainer war folglich geknickt: „Es ist schade für unsere tollen Zuschauer, dass wir uns nach einer so soliden Saison im dritten Satz haben abschlachten lassen und uns so von den Fans verabschieden.” Das heißt: Auch Culic geht davon aus, dass der VfB am Samstag wieder seinen Meister macht...