Nächster Gegner Magdeburg: Dem FC steht kein Freudenfest bevor

Nächster Gegner Magdeburg : Dem FC steht kein Freudenfest bevor

Nein, die Herbstmeisterschaft ist kein Ziel, das sich Markus Anfang, Trainer des 1. FC Köln, gesetzt hätte.

Zum einen schafft es dieser „Titel“ auch bei einem Zweitligisten auf den Briefkopf des Klubs, zum anderen hat Anfang mit dem Herbstschmuck selbst nicht die besten Erfahrungen gemacht. Denn in seiner Zeit als Coach von Holstein Kiel hatte seine Mannschaft zur Halbzeit die Nase vorn, um dann auf den letzten Metern der Saison noch den Aufstieg ins Fußball-Oberhaus zu verpassen.

Diese „Sorge“ hat der Hamburger SV dem FC mit seinem Sieg in  Duisburg ohnehin genommen, also richtet sich die ganze Konzentration darauf, im letzten Montagsspiel der Hinrunde drei Punkte gegen den 1. FC Magdeburg einzufahren. Ein vorweihnachtliches Freudenfest erwartet der 44-Jährige allerdings nicht in den anstehenden 90 Minuten: „Sie werden aggressiv zur Sache gehen und versuchen, uns den Spaß am Fußball zu nehmen“, schätzt Anfang die Aufgabe für seine Mannschaft ein.

Punkte-Optimum mitnehmen

Was nicht zu erwarten sein wird, machte Kölns Coach im  Vorfeld aber auch klar, auch wenn zwischen den beiden Mannschaften 15 Tabellenplätze und 22 Punkte liegen. „Schaut man sich die letzten Partien an, waren es immer knappe Spiele. Magdeburg hat zuletzt gegen Union Berlin und Bochum gepunktet. Wir müssen von der ersten Sekunde an dagegenhalten“, warnt Anfang seine Spieler davor, die Begegnung auf die leichte Schulter zu nehmen.“

Um für diese wichtige Begegnung eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz zu bekommen, sind allerdings erst einmal die Physiotherapeuten des FC gefragt: Lasse Sobiech und Christian Clemens sind zwar wieder im Balltraining, werden allerdings ebenso wenig wie Louis Schaub, der eine Zahn-OP hinter sich hat, für das Magdeburg-Spiel bereits wieder personelle Alternativen sein. Dominick Drexler ist zurück im Mannschaftstraining nach seinem Aussetzer während der Woche, auch Marco Höger und Jonas Hector sind in den Kreis der Mannschaft zurückgekehrt.

Dennoch wird Anfang alles daransetzten, den zuletzt positiven Trend – Köln ist in vier Spielen in Folge als Sieger vom Platz gegangen – mit seinen Spielern über die Hinrunden-Ziellinie zu retten. „Wir haben in diesem Jahr noch zwei Heimspiele vor der Brust und wiollen das Optimum an Punkten mitnehmen“, hat der FC-Coach als übergeordnetes Ziel ausgegeben. „Wir sollten uns darauf konzentrieren, guten Fußball zu spielen und die Spiele für uns zu entscheiden.“

Kann der FC diesen grundsoliden Wunschzettel umsetzen, ist auch die verpasste Herbstmeisterschaft sicher kein Problem. (red)

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