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Bremen: Das TSZ rutscht vom Parkett

Bremen : Das TSZ rutscht vom Parkett

Die berühmte Stecknadel wäre überlaut zu hören gewesen. Dann hoben die neun Wertungsrichter ihre Tafeln in die Höhe - und der Bremer AWD Dome verwandelte sich in ein Tollhaus.

Roberto Albanese flippte völlig aus, seine Tänzer schrien, lachten und weinten gleichzeitig. Und auf den Rängen tobten 7000 begeisterte Zuschauer.

Mittendrin, wie erstarrt, die Tänzer aus Bremerhaven um den kreidebleichen und sichtlich erschütterten Horst Beer. Mit der Traumnote von neunmal Eins hatte Vize-Welt- und Europameister Grün-Gold Bremen A bei der Deutschen Meisterschaft der Lateinformationen seinen Titel vor der TSG Bremerhaven und dem Überraschungsdritten TSZ Velbert verteidigt. Rang 4 ging an den Vorjahresdritten Bremen B.

Doch wo waren die Aachener? Sie verfolgten das Finale von der Tribüne aus. Aus in der Vorrunde - so das niederschmetternde Urteil. Eine völlig neue Erfahrung für den vierfachen Weltmeister. Dabei hatte das verjüngte und neu formierte Team in der Vorrunde eine gute Leistung gezeigt.

„Die Vorrunde ist gut gelaufen, damit kann ich gut leben, auch wenn wir noch mehr drauf haben”, sagte Trainerin Nicole „Sheila” Scheel. „Wir haben uns den Durchgang hinterher auf Video angesehen. Der war exakt, da gab es keine Fehler.” Fehler, die gab es zuhauf bei anderen Teams, so dass die Frage nach einer politischen Entscheidung gegen Aachen laut wurde.