Jülich: Das Jülicher Versprechen beim Abschied

Jülich: Das Jülicher Versprechen beim Abschied

Es schwang ein Hauch von Wehmut mit. Nach 33 Jahren in der Tischtennis-Bundesliga bestritt der TTC Indeland Jülich sein vorerst letztes Heimspiel in der Erstklassigkeit. Vor rund 450 Fans unterlag das Team von der Rur FreitagaAbend Tabellenführer Borussia Düsseldorf, der ohne seinen Star Timo Boll antrat, mit 1:3.

Am Sonntag (13 Uhr) steht noch das Spiel bei Werder Bremen an, danach ist Jülich Zweitligist. Es war eine ordentliche Vorstellung, mit der sich die Jülicher von ihrem Publikum verabschiedeten. Ausgerechnet gegen Düsseldorf. Der Dauerrivale vom Rhein war auch im August 1977 der erste Gegner des TTC Simex Jülich - wie der Klubname damals lautete - nach dem Bundesligaaufstieg. Und die Borussia nahm auch da die Punkte aus der Nordhalle mit in die Landeshauptstadt.

Am Freitag schloss sich für den TTC der Kreis. Über drei Jahrzehnte lang war Jülich eine der ersten Adressen auf der deutschen Tischtennis-Landkarte. Diese Zeit war gespickt mit zahlreichen nationalen und internationalen Erfolgen: Deutscher Pokalsieger 1983, Europacupsieger der Landesmeister 1984, ETTU-Cup-Gewinner 1990, 1993 und 1999 sowie einige Vize-Meisterschaften.

Doch im Laufe der Jahre konnte der Klub wirtschaftlich nicht mehr mit den Großen der Szene Schritt halten. Das endgültige Signal für den freiwilligen Rückzug aus der ersten Reihe war der Beschluss der Liga, sich ab der kommenden Saison selbst zu verwalten. Die Zusatzkosten von 25.000 Euro kann der TTC laut Manager Arnold Beginn nicht mehr verkraften. Doch der Mann, der Jülich schon vor 33 Jahren managte, glaubt fest an die Rückkehr: „In zwei Jahren wollen wir wieder aufsteigen.”

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