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Düren: Culic: „Ich hoffe, dass wir uns beim VCO Berlin steigern”

Düren : Culic: „Ich hoffe, dass wir uns beim VCO Berlin steigern”

„Seid ihr überhaupt noch da?”, fragte Hallensprecher Dieter Döppengießer irgendwann. Zeitweise war es verdächtig ruhig in der Arena Kreis Düren.

Zu dominant war Evivo Düren, der Deutsche Vizemeister, beim 3:0 (25:16, 25:17, 25:21) über Neuling GSVE Delitzsch.

So richtig laut wurde es nur, wenn wirklich Spektakuläres geboten wurde: Als Sven Anton, der älteste und dienstälteste Dürener, mit einem Hechtbagger einen Gästepunkt verhinderte und den eigenen Zähler einleitete; als Till Lieber bei einer Rettungsaktion fast in den Zuschauern landete oder als Heriberto Quero mit zwei Aufschlagassen den dritten Satz und das erste Spiel entschied.

Da war es kurz vor 21 Uhr. Und für einen Evivo-Akteur das Spiel schon längst vorbei. Zwar hatte Denison Sena de Conceicao im ersten Satz mit einer spektakulären Abwehraktion einen Begeisterungssturm ausgelöst, doch wirkte der Brasilianer insgesamt zu übermotiviert und fand deshalb nicht zu seiner Leistung: „Er war zu nervös und wollte zu viel!”, befand Mirko Culic und brachte Mitte des ersten Satzes Sven Dick in Annahme und Außenangriff: „Auf ihn ist immer Verlass!” Und Dick unterstrich seinen Ruf als „Mister Zuverlässig”, in einem Team, das nicht sein ganzes Potenzial abrief.

„Es war halt unsere erste Partie und unsere Vorbereitung keineswegs optimal”, fasste Mittelblocker Malte Holschen sein Fazit zusammen. Trainer Mirko Culic blickte derweil voraus: „Ich hoffe, dass wir uns beim VCO Berlin steigern.”

Denn er will sein Team unabhängig von der Klasse des Gegners weiterbringen: „Die Spieler sollen lernen, Partien wie gegen den GSVE als Training anzusehen, in denen sie sich weiter entwickeln können.”