Clemens Tönnies und der Ärger beim FC Schalke 04

Glosse zum Wirbel auf Schalke : Der Kegelklub „Clemens Cliquenwirtschaft“

Der Vorsitzende Richter fragt: „Wie hoch darf die Strafe denn ausfallen, hochverehrter Herr Angeklagter?“ Der, ein Ehrenmann, Gutmensch, Tierfreund, Familienmensch und ausgezeichnet als Integrator der Jahre 2015 bis 2018, muss nicht lange überlegen.

Seine Antwort an den Vorsitzenden Richter: „Alter Kumpel, lass uns nicht lange reden. Wie war’s übrigens im Urlaub auf meiner Finca auf Malle? Sorry, bin abgeschweift, so was passiert mir ja schon mal. Wie wär’s mit sechs Monaten verlängertem Urlaub für mich? Dann kann ich in Ruhe ‚ne Safari machen, ein paar Afrikaner beobachten, also nur für unseren Fußballklub, nicht beim Bäume fällen oder schnackseln und vielleicht noch meinen Freund Wladimir in Moskau besuchen. Sechs Monate, ja, das wären ausreichend. Hab ich jetzt schon wieder zu viel geredet? Passiert mir dauernd. Sorry.“

Der Vorsitzende Richter und seine vier Schöffen, allesamt Mitglieder des Kegelklubs „Clemens Cliquenwirtschaft“, überlegen nicht lange: „Nein, nein, sechs Monate sind zu lang. Da könnte ja jemand auf die Idee kommen, das wäre so etwas Ähnliches wie eine Strafe. Das geht gar nicht. Hochverehrter Herr Angeklagter, drei Monate reichen völlig!“ (Leise zu den Schöffen: „Sonst ist nachher die Finca für uns passé, von den anderen Annehmlichkeiten mal ganz zu schweigen.“)

Nachtrag: Die fünf verlassen das Gebäude durch verschiedene Ausgänge, werden aber später von Zeugen bei einer rauschenden Party beobachtet, Schenkel klopfend, Champagner saufend, und der hochverehrte Herr Angeklagte sagt: „Da haben wir die Öffentlichkeit ja mal wieder so richtig verarscht mit dieser Inszenierung. Natürlich mach‘ ich wie gehabt weiter. Nur eben nicht offiziell.“

P.S.: Ähnlichkeiten mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 und dem Ehrenrat des Vereins sind vollkommen beabsichtigt.