„Wir werden mit Risiko fahren“: Klare Ansage an die Konkurrenz

„Wir werden mit Risiko fahren“: Klare Ansage an die Konkurrenz

Es käme einer ziemlichen Sensation gleich, wenn Christoph Sandmann am Samstag seinen Vorjahressieg in der Marathonprüfung der Gespannfahrer (Preis der schwartz GmbH) wiederholen würde. Asztor, Donner, Donvito v. Mulligenvree und Variant ziehen seinen Viererzug. Das ist die Zweitbesetzung des Deutschen Meisters.

Das erste Gespann des Speditionskaufmanns lenkt bei ihrem Aachen-Debüt bekanntlich Sandmanns Tochter Anna (22). Mit Rang elf am Donnerstag in der Dressurprüfung war Sandmann, neben Georg von Stein für die Weltreiterspiele im September im amerikanischen Tryon gesetzt, zufrieden. „Es hat gepasst“, sagte er danach. Ob es am Samstag passt, bei der schweren Prüfung im Gelände, bleibt abzuwarten — eine Platzierung unter den Top Ten wäre schon ein Erfolg.

Mit dem Handicap eines Ersatzpferdes geht Michael Brauchle, in Aachen mehrfacher Marathon-Gewinner, auf die Strecke, während Mareike Harm, als Sechste in der Dressur beste Deutsche, bisher ebenso überzeugend fährt wie Georg von Stein. „Ihm traue ich in der Gesamtwertung einiges zu“, sagt Bundestrainer Karl-Heinz Geiger, der Parcourschef Dr. Wolfgang Asendorf für dessen Hinderniskurs bescheinigt: „Der Parcours ist sehr flüssig und rund in der Linienführung gebaut. Das ist neben der hohen Anforderung an die Fahrer sehr zuschauerfreundlich.“

Asendorf erklärt seine Ideen: „Am neuen Wasser-Hindernis eins müssen die Fahrer schon lernen, die Kräfte einzuteilen, an zwei müssen keine engen Wege gefahren werden, man muss aber auf die Zeit achten. Weiter geht es am nächsten Hindernis um die Frage, wie viel Kraft die Gespanne haben und im weiteren Verlauf darum, wie der Fahrer die Kräfte seiner Pferde eingeteilt hat, ehe die Hindernisse sechs bis acht technisch gehalten sind — ein leichter Vorteil also für Gespanne, die in der Dressur gut sind.“

Georg von Stein sagt voller Selbstbewusstsein: „Wir werden den Marathon trotz Teamdisziplin mit Risiko fahren, als wären wir Einzelstarter. Weil wir gut sind. Nur Leitwolf Christoph Sandmann fehlt im Team.“

(wp)
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