Sparkassen-Youngsters-Cup: Weishaupts neuer Sportskamerad

Sparkassen-Youngsters-Cup : Weishaupts neuer Sportskamerad

Der 33-Jährige gewinnt auf der geliehenen erst siebenjährigen Stute Hatrona die zweite Prüfung im Sparkassen-Youngsters-Cup. Dritter Gerrit Nieberg ist bester Starter im Finale.

„Wenn Glück sich häuft, dann nennt man das Können“, lautet eine alte Sportler-Weisheit, die beim zweiten Teil des Sparkassen-Youngsters-Cups am Donnerstag von Philipp Weishaupt eindrucksvoll bestätigt wurde. Konnte man den Erfolg Weishaupts im ersten Teil der Prüfung, als er mit der erst siebenjährigen Stute Hatrona mit nur einem Abwurf unter die Top 30 kam, noch als Glück bewerten, zeigte das Duo im zweiten Springen um den Youngsters-Cup, was in ihm steckt: Weishaupt belegte fehlerfrei und mit mehr als einer Sekunde Vorsprung Platz eins vor dem ebenfalls erst siebenjährigen Hengst H.Big Action unter dem Brasilianer Eduardo Menzenes, der ohne Abwurf in 66,15 Sekunden ins Ziel kam.

Zweitbester deutscher Starter war Gerrit Nieberg auf Ben, der eine Sekunde mehr brauchte, um den Parcours zu bewältigen und nach seinem vierten Platz von Dienstag nun das bislang erfolgreichste Duo ist.

Was den Erfolg von Weishaupt aber richtig außergewöhnlich macht, ist die Tatsache, dass Weishaupt und seine Hatrona erst seit gut einer Woche ein Wettkampf-Team sind. Der 33-jährige Bereiter in Diensten von Ludger Beerbaum hatte zwar die Startberechtigung, aber kein passendes Pferd zur Hand, bis ihm ein Freund Hatrona anbot. „Sie ist vorsichtig, vermögend, schnell und leicht zu reiten. Da passt alles“, schildert Weishaupt seinen „Sportskameraden“ und nimmt sich selbst bescheiden zurück: „Ich hatte den geringsten Anteil an diesem Sieg.“

Qualifiziert für das finale Springen am morgigen Samstag sind die 30 besten Paare aus den beiden Prüfungen für die jungen, erst sieben- beziehungsweise achtjährigen Pferde, die als Handicap erhöhte Hindernisse bewältigen müssen, um den Altersvorteil auszugleichen.

Acht deutsche Starter qualifiziert

Insgesamt sind acht deutsche Starter für den finalen Umlauf qualifiziert. Neben Weishaupt und Nieberg schaffte auch Marcus Ehning den Cut, und sein achtjähriger Priam du Roset, mit dem er am Donnerstag den 17. Platz in fehlerfreien 74,12 Sekunden belegte, ist immerhin ein Sohn seines früheren Top­pferdes Plot Blue. Ebenfalls an den Start gehen Patrick Stühlmeyer auf For Laubry (4 Fehler/66,79), Christian Kukuk auf Mumbai (4 Fehler/70,89), Maurica Tebbel auf Can Ya Mecan (1 Fehler/77,04), Christian Ahlmann auf Mandato (0 Fehler/71,80) und Felix Haßmann auf Quiwitino (4 Fehler/74,92).

(rom)