Aachen: Vielseitigkeit: „Buschreiter” und Gespanne

Aachen: Vielseitigkeit: „Buschreiter” und Gespanne

Es wird spannend. In der Vielseitigkeit und bei den Fahrer stehen am Samstag die Entscheidungen im Gelände an. Und während bei den „Buschreitern” die deutschen Starter zu den Favoriten in der Mannschaftswertung und im Einzel gehören, stehen die Aktien der bei den Vierspännern beim weitem nicht so hoch im Kurs. „Wir hatten einen Superstart in der Dressur, und dann gab es im Springen die Ernüchterung”, zog Hans Melzer, der Bundestrainer der Vielseitigkeitsreiter, sein Fazit nach dem ersten Tag.

Doch auch so können sich die Resultate der Gastgeber sehen lassen. In der Mannschaft liegen Andreas Dibowski, Ingrid Klimke, Michael Jung und Dirk Schrade in Führung. Und in der Einzelwertung ist Dibowski mit Leon (45,2 Punkte) hinter der Britin Emily Baldwin (40,20) Zweiter.

„Das hatte ich mir anders vorgestellt”, bewertete der Weltranglisten-Erste seine Vorstellung im Parcours. Als einziger der 41 Starter hatte er sich einen Fehler an der Mauer geleistet. Das wollte der Bundestrainer aber nicht überbewerten. „Der große Platz und die ungewohnte Kulisse haben die Pferde beeindruckt”, erklärte Hans Melzer die auffällig vielen Abwürfe im Reitstadion.

Doch das hakte er schnell ab und blickte nach vorne. „Jetzt konzentrieren wir uns auf das Gelände”, sagte er. „Es wird schwer genug werden. Aber es ist für die Vielseitigkeit eben etwas ganz Besonderes, hier in Aachen.”

Die Marathonfahrt der Gespanne beginnt um 13.45 Uhr. Erstmals wird in umgekehrter Reihenfolge der Gesamtwertung gestartet. Als erster wird der Ungar Csaba Vaczi in den Wettbewerb gehen, als letzter der 24 Fahrer steuert der Australier Exell Boyd seine vier Pferde durch die Hindernisse. Bester Deutscher vor der Marathonfahrt ist Christoph Sandmann auf Rang vier.

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