SAP-Cup beim CHIO 2019: Bundestrainer Hans Melzer zufrieden

SAP-Cup der Vielseitigkeitsreiter : Hale Bob, der Genießer

Ingrid Klimke und ihr „Bobby“ begeistern in der Dressur beim SAP-Cup der Vielseitigkeitsreiter. Bundestrainer Hans Melzer ist zufrieden.

Wenn die Vielseitigkeitsreiter Samstagfrüh auf der Geländestrecke an den Start gehen, kocht der Kessel: Auf knapp vier Kilometern stehen 26 Hindernisse, die es in sich haben. Bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 570 Metern pro Sekunde können die Reiter diese Herausforderung ohne Zeitfehler meistern. Wer länger braucht, kassiert eine Strafe.

Bundestrainer Hans Melzer hat bereits seine Schätzung abgegeben, dass für die meisten Reiter die Zeit schwer einzuhalten sein wird. Dennoch fordert er von seinem Team: „Keine Strafpunkte im Gelände“. Ob Ingrid Klimke mit Hale Bob, Michael Jung mit Star Connection, Josefa Sommer mit Hamilton und Andreas Dibowski mit Corrida diese Vorgabe umsetzen können, darauf darf man gespannt sein.

Zumindest rangierte das Team nach der ersten Teilprüfung, der Dressur, schon einmal auf Platz eins, gefolgt von den Briten und Neuseeländern. Ob der Bundestrainer sich nach Jungs Dressur mit seinem weiteren Pferd Chipmunk, übrigens dem Gewinner-Pferd des Vorjahres unter Julia Krajewski, nicht ein wenig ärgert?

Denn mit Chipmunk erreichte Jung „nur“ 21,5 Fehler und den zweiten Platz, mit Star Connection 26,9 und Rang elf. „Chipmunk hat eine wirklich tolle Dressur gezeigt, das stimmt. Ich denke, da geht sogar noch mehr, aber wir wollten diesmal konservativ planen.“

Also ist nicht Chipmunk, sondern Star Connection, der Hannoveraner von Chacco Blue, Michael Jungs Pferd der Wahl fürs Team. Mit Chipmunk geht er als Einzelstarter in den Wettkampf um den SAP-Cup und den Sonderehrenpreis der Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Ursula Heinen-Esser.

Viamant du Maz ärgert Auffarth

Bundestrainer Hans Melzer lehnte sich nach der Dressur entspannt zurück. Einzig Sandra Auffarths Viamant du Maz ärgerte seine Reiterin im Viereck, da er ziemlich ‚on‘ war. Auffarth erreichte mit ihm einen verbesserungsfähigen 25. Platz. Ansonsten war Melzer mit all seinen Schützlingen sehr zufrieden, allen voran Ingrid Klimke, die auf Hale Bob fast 80 Prozent erreichte und, anders ausgedrückt, mit nur 20,7 Fehlern aus der ersten Teilprüfung an die Spitze ritt. „Bobby“ genoss den Jubel der Zuschauer und eingeschworenen Klimke-Fans, er reckte sich zu allen Seiten und konnte gar nicht genug Zuspruch bekommen.

Im Gelände starten die Vielseitigkeitsreiter um 9.30 Uhr am Samstag in umgekehrter Rangfolge ihrer bis dato in Dressur und Springen erzielten Ergebnisse.

(ust)
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