Aachen: „Oranje boven” und ein starker Japaner

Aachen: „Oranje boven” und ein starker Japaner

Nur einmal - 2005 - hatten sich die deutschen Dressurreiter bisher der Konkurrenz in Aachen geschlagen geben müssen. Und als Nadine unter Hans Peter Minderhoud als letzte Starterin durchs Viereck tanzte, war schnell klar, dass auch 2009 die niederländische Hymne für das Sieger-Team im Lambertz-Nationenpreis erklingen würde. Mit 212,256 Punkten siegte das Oranje-Team vor Deutschland (210,213) mit Heike Kemmer auf Bonaparte, Ellen Schulten-Baumer auf Donatha, Ulla Salzgeber auf Herzruf´s Erbe sowie Matthias-Alexander Rath auf Sterntaler und Großbritannien (205,575).

Den Grand Prix um den Preis der TESCHINKASSO gewann der überragende Weltcup-Sieger Steffen Peters (USA) auf Ravel vor Minderhoud (72,468) und Alexandra Korelova (Russland/72,043) auf Balagur.

Eine der kürzesten Anreisen zum CHIO hat - ein Japaner. Zudem war der Wahl-Aachener Hiroshi Hoketsu auch noch der beste Dressurreiter aus der Region. Auf seiner zwölfjährigen Stute Whisper belegte der 68-Jährige (!), der vom Publikum mit viel Applaus bedacht wurde, mit 67,617 Prozent Rang 7 im Grand Prix der CDI-Tour.

Trainer Ton de Ridder (Oberforstbach) bescherte Whisper eine Schrecksekunde, als sie nach einem lauten Knall davonstürmte. „Da war wohl was gefallen, und die Richter haben Punkte für Verreiten abgezogen”, bedauerte Ridder, der unter dem Strich zufrieden war, denn seit dem Dortmunder Turnier im März hatte Whisper pausiert.

Rang 12 (66,085) gab es für Raffaldo. „Er ist ein unerfahrenes Pferd, und es war erst seine zweite internationale Prüfung. Daher bin ich sehr zufrieden”, kommentierte Nadine Capellmann, die allerdings bei der Hitze einige Arbeit hatte.

„Von nichts kommt nichts, so einfach zu reiten wie Elvis ist Raffaldo nicht. Aber es war toll, wie cool er in dem Stadion blieb und bis zur Schlussaufstellung mitmachte.” Auf Rang 15 (65,511) komplettierte Johannes Rueben auf Adventure das Starter-Trio aus der Region.

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