Lambertz Nationenpreis beim CHIO 2019: Deutschland als Favorit

Lambertz Nationenpreis : And the winner is...Deutschland

Die Dressur-Equipe um Isabell Werth und Dorothee Schneider dürfte am Samstag erneut den Lambertz Nationenpreis gewinnen.

Abgerechnet wird zum Schluss – man muss nicht Konfuzius heißen, um zu wissen, dass diese „Weisheit“ stimmt. Auch Isabell Werth hebt warnend den Zeigefinger, denn zum einen erwarten alle, dass sich die deutschen Dressurreiter Samstag im Grand Prix Spécial um den MEGGLE-Preis, dem zweiten Teil des Lambertz Nationenpreises, die Teamwertung sichern. Und zum anderen sehen die meisten die Rheinbergerin als Siegerin in der Kür am Sonntagmorgen um den Deutsche Bank Preis, dem Großen Dressurpreis von Aachen.

„Falsch abgebogen“

„Man hat in Balve gesehen, wie schnell es gehen kann, wenn man mal einen Moment nicht ganz konzentriert ist“, sagt Werth und grinst. Bei der DM Mitte Juni war sie im Spécial auf Bella Rose „falsch abgebogen“: „Ich war nicht konzentriert und habe die falsche Aufgabe geritten.“ Das kostete sie zwei Punkte Abzug wegen Verreitens und den Titel, das Top-Paar wurde Vierter.

Trotzdem muss man weder Konfuzius noch ein anderer Prophet sein, um den Sieg der deutschen Dressurreiter zu prognostizieren. Mit 241,392 Punkten hatte sich das Damen-Quartett von Bundestrainerin Monica Theodorescu ein gutes Polster vor den Dänen (228,174) und den USA (225.392) erritten.

Nach ihrem großartigen Auftritt im Grand Prix gehen Werth und Bella Rose als Favoriten in den Spécial, der um 10 Uhr im Deutsche Bank Stadion beginnt. 82,783 Prozent hatten die Richter ihr im Grand Prix gegeben, ein Patzer in den Einerwechsel hatte einige Punkte gekostet. „Das war unnötig wie ein Kropf“, kommentierte Werth ihren Fehler und fügt lachend hinzu: „Als ich in die Einerwechsel reinritt, wurde Bella so groß. Und in meiner Selbstverliebtheit hatte ich mit dem Fehler nicht gerechnet.“

Um 15.35 Uhr wird Werth Samstag als vorletzte Starterin ins Viereck gehen, nach ihr reitet nur noch die Britin Charlotte Dujardin, Dritte auf Erlentanz im Grand Prix. Dorothee Schneider, als Zweite im Grand Prix eine Stütze des Teams, startet mit Showtime um 15.15 Uhr.

Werth mit neuer Kür

Am Sonntag startet um 10 Uhr die Kür. Werth geht als Titelverteidigerin in den „Großen Dressurpreis von Aachen“. Erstmals wird sie auf Bella Rose ihre überarbeitete und mit weiteren Schwierigkeiten vor allem zu Beginn gespickte Kür zu neu eingespielter Musik zeigen. Vielleicht kann sie doppelt feiern, denn am Sonntag wird sie 50 Jahre alt.

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