Aachen: Kleine „Tennisbälle” mit großer Wirkung

Aachen: Kleine „Tennisbälle” mit großer Wirkung

Ziemlich „gemein”, was sich da Dr. Wolfgang Asendorf, der Parcourschef des Geländemarathons in der Soers, ausgedacht hat. Sehen aus wie Tennisbälle, diese Plastikkugeln, die am Samstag auf den Hindernissen gleich mehrfach auf einem Kunststoffrohr (Durchmesser 5 cm) ruhen.

Sie ruhen aber nur, solange kein Gespann gegen die schweren Holz-Konstruktionen donnert. Dann nämlich fällt die Kugel gnadenlos zu Boden und bringt Ärger in Form von Strafpunkten.

„Erstmals haben wir dieses System in die Hindernisse integriert”, sagt Asendorf, der - dem Gelände in der Soers sei Dank - auch zwei der acht Hindernisse völlig neu kreiert hat: „Der Meydon-Komplex, das ist Hindernis vier, besteht aus 20 mobilen, kleinen Gattern, die zu durchfahren sind”, erläutert der Parcoursdesigner, dessen Ideen dann Platzmeister Rolf Zillekens und Frank Bäsener vor Ort umsetzen.

Neu ist auch Hindernis vier, der so genannte „Stawag-Eifelhof”. Asendorf: „Hier habe ich 16 Gatter zu einer nicht leicht zu durchfahrenen Einheit gebaut.” Insgesamt sind die Hindernisse näher zusammengerückt.

„Das ist ein großer Vorteil des Geländes in der Soers. So kann man vom Wassergraben-Wall des Rolex-Komplexes, an dem die Brücke restauriert wurde und nun wieder überfahren wird, erstmals gleichzeitig die Hindernisse vier, fünf und sechs einsehen. Das ist auch gut für die Zuschauer.”

Sportliche Höchstleistungen sind sowieso garantiert. Bundestrainer Ewald Meier sieht „die Niederländer, Schweizer und Ungarn in der Favoritenrolle”. Auch übrigens in der kombinierten Einzel- und Teamwertung. Er räumt „seinen” Fahrern aber auch Chancen ein, „allerdings wird es schwer, ganz vorne mitzufahren. Brauchle hat zwei neue Pferde, Sandmann ist am Meniskus operiert, aber Duen ist besser als 2009.”

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