Aachen: Kirsten Silber glänzt im neuen U25-Wettbewerb

Aachen: Kirsten Silber glänzt im neuen U25-Wettbewerb

Mit einem hochroten Gesicht kam sie aus der Prüfung. „Und?!”, lautete die Frage ihrer Freunde. „Och...”, gab sich Kirsten Sieber noch zurückhaltend. Nur schnell was trinken und Charly bändigen, der nach der Intermédiaire wirklich keine Lust mehr hatte, ruhig stehen zu bleiben.

Kirsten Sieber blieb die einzige deutsche Starterin des neu geschaffenen U25-Wettbewerbs, in dem sich der Dressur-Nachwuchs international messen kann. Je ein Team aus zwei Reitern pro Nation darf in einer Intermédiaire 2 und im darauffolgenden Grand Prix am Samstag starten. Gemeldet waren „Zweier” aus Belgien, Dänemark, den Niederlanden, Schweden und Deutschland.

Royal Flash und der Check

Vom Bundestrainer nominiert, hatten Kirsten Sieber und Kristina Sprehe viel vor. Doch es kam anders: Sprehes Pferd Royal Flash kam nicht durch den tierärztlichen Check, so dass Sieber als Einzelstarterin übrig blieb. „Natürlich ist das schade, aber ich strenge mich deshalb ja nicht mehr oder weniger an, erklärte die hübsche, blonde 21-Jährige.

So jung und doch nicht „neu” beim CHIO: Schon 2008 war sie mit ihrem Charly im Prix St. Georges gestartet. „Die Atmosphäre beim Ein- und Ausreiten ist schon gewaltig. Aber während des Ritts konzentriere ich mich so, dass ich gar nichts um mich herum wahrnehme.

Das Paar machte seine Sache souverän. Nur die Belgierin Julie de Deken lag mit Fazzino hauchdünn (68,947 Prozentpunkte) vorne und verwies Charly und Kirsten Sieber auf Platz 2 (68,628). Von den übrigen Startern kennt Sieber nur den Niederländer Diederik van Silfhout aus der „Junge-Reiter-Zeit”. Ansonsten gibt es international wenig Vergleichsmöglichkeiten für den Nachwuchs.

Der Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung schließt damit eine echte Lücke. Kirsten Sieber hat jedenfalls Blut geleckt. Ob sie im nächsten Jahr wieder in Aachen dabei sein wird? „Das würde ich jedenfalls sehr gerne”, antwortete sie spontan.

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