Aachen: Isabell Werth nach positiver Dopingprobe vorläufig suspendiert

Aachen: Isabell Werth nach positiver Dopingprobe vorläufig suspendiert

Dem Reitsport droht ein neuer Dopingfall. Zwei Tage vor dem am Freitag beginnenden CHIO Aachen (26. Juni bis 5. Juli) wurde heute Mittag bekannt, dass das Nachwuchspferd Whisper der fünfmaligen Dressur-Olympiasiegerin Isabell Werth (Rheinberg) beim internationalen Reitturnier in Wiesbaden positiv getestet wurde.

In der A-Probe des zehnjährigen Wallachs war das Psychopharmaka Fluphenazine gefunden worden. Die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) supendierte die Weltmeisterin umgehend vorläufig, bereits morgen soll sie zu einer Anhörung vor der FEI-Kommission erscheinen. Nach Angaben des nationalen Verbandes FN will Werth die Öffnung der B-Probe beantragen.

Damit wird die Top-Favoritin - nach jetzigem Stand - auch in der kommenden Woche nicht beim des Dressurprüfungen im Rahmen des CHIO Aachen antreten. Und auch ein EM-Start Ende August ist damit fraglich.

„Das ist ein Drama”, sagt Kollegin Nadine Capellmann (Aachen) nach Bekanntwerden entsetzt.„Ich bin erschüttert”, sagt FN-Präsident Breido Graf Rantzau. Erst Ende Mai waren nach den Äußerungen von Ludger Beerbaum die Kader in den Disziplinen Springen, Dressur und Fahren aufgelöst worden und für Mitte Juli eine Untersuchungskommission einberufen worden.

„Wir haben die Deutsche Reiterliche Vereinigung von Beginn an darin unterstützt, die Kader aufzulösen und diese unabhängige Kommission zu installieren. Die aktuelle Entwicklung zeigt, wie richtig dieses Vorgehen ist”, kommentiert Aachens Turnierdirektor Frank Kemperman den neuen Fall. „Wir begrüßen, dass Isabell Werth vom Weltverband FEI vorläufig suspendiert wurde”, so Kemperman weiter.” Die Organisatoren des „Weltfests des Pferdesports” sehen sich vor dem Hintergrund des neuen positiven Dopingbefunds in ihrer Haltung eines konsequenten Anti-Doping-Kampfs bestätigt. „Der Fall Werth zeigt, dass es zu unserem Standpunkt keine Alternative gibt. Der Pferdesport benötigt einen konsequenten Neuanfang”, sagt Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH.

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