Glücks-Bringer-Aktion feiert 20. Geburtstag: „Für jeden Euro sehr dankbar“

Glücks-Bringer-Aktion feiert 20. Geburtstag: „Für jeden Euro sehr dankbar“

Sie trugen wieder auffällig orangefarbene T-Shirts am Soerser Sonntag, auch wenn sie gar nicht mehr wirklich auf sich aufmerksam machen mussten. Denn bereits seit 20 Jahren sammeln die „Glücks-Bringer“ des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV) und des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten (DKThR) Geld zugunsten des Therapeutischen Reitens und des Behindertensports.

Das gesammelte Geld kommt zur Hälfte dem Kinder-Unterstützungs-Fonds des DKThR zugute, die andere Hälfte verteilt sich auf die vom Verband anerkannten vier Therapiehöfe im Raum Aachen: dem Lohner Hof Reit- und Therapiezentrum (Eschweiler), Reittherapiezentrum Abenteuerland (Stolberg), der Reithalle Rattenhaus (Eynatten/Belgien) und Kids auf Trab (Stolberg).

„Wir wissen, dass wir ein gutes Turnier auf die Beine stellen — mit vielen Zuschauern. Aber wir wollen auch den sozialen Bereich nicht aus den Augen verlieren. Deshalb stehen überall auf dem Gelände unsere Aktionsbüchsen“, sagt Carl Meulenbergh, Präsident des ALRV. Er ist sich sicher: „Nicht nur für uns ist die Inklusion von Menschen mit Handicap in unserer Gesellschaft eine Herzensangelegenheit, sondern auch für viele CHIO-Besucher.“ Das weiß auch das DKThR seit Jahren zu schätzen: „Es macht uns große Freude, unsere Arbeit im Rahmen des CHIO vorstellen zu dürfen“, sagt Dr. Jan Holger Holtschmit, Vorsitzender des Verbandes.

Ob die Aktion noch weitere 20Jahre Bestand haben wird, möchte Meulenbergh noch nicht sagen, „aber solange ich Präsident bin, wird es die Glücks-Bringer-Aktion weiterhin geben“. Und er fügt hinzu: „Hoffentlich auch noch darüber hinaus.“ Denn: „Wir müssen nicht nur in diesem Bereich aktiv sein, wir wollen es natürlich auch.“ Auch wenn der 20. Geburtstag etwas Besonderes ist, sagt Meulenbergh: „Wir wollen keinen Rekorderlös erzielen, wir sind für jeden Euro sehr dankbar.“

Seit etwa 50 Jahren ist das DKThR die zentrale Anlaufstelle, wenn es um Fragen rund um Therapeutisches Reiten geht — als ältester Verband seiner Art weltweit. Nicht nur in der praktischen Umsetzung erzielen sie tagtäglich Erfolge am Menschen, sie beschäftigen sich auch wissenschaftlich mit dem Thema: In Zusammenarbeit mit dem Universitäts-Klinikum Aachen wurde erst in diesem Jahr eine neue Studie veröffentlicht. Diese soll zeigen, dass Hippotherapie insbesondere die Gehfunktion erkrankter Kinder unterstützt.

(tys)