Aachen: „Fehler geht auf meine Kappe”

Aachen: „Fehler geht auf meine Kappe”

Beinahe hätte es gereicht. Thomas Weinberg steuerte bei der zweiten Wertungsprüfung des Sparkassen-Youngsters-Cup auf das vorletzte Hindernis zu. Den Sieg vor Augen, die Führung in der Gesamtwertung im Hinterkopf. Doch Dorian Red patzte, oder wie Weinberg es formulierte: „Der Fehler geht auf meine Kappe.” Es ist eine aufregende Turnierwoche für den Kohlscheider, der sich Schritt für Schritt an die Weltspitze herangetastet hat.

Ehning, Meyer, Kutscher - die deutsche Elite ließ er trotz seines Fehlers auf der letzten Linie hinter sich. „Fairerweise muss man sagen, dass Dorian Red und ich ein eingespieltes Team sind und er auch schon zu den älteren Nachwuchspferden gehört”, sagte Weinberg bescheiden.

Das „Dream Team” liefert seit einem Jahr konstant gute Leistungen ab, „was Dorian bisher beim CHIO gezeigt hat, darauf bin ich sehr stolz.” Platz 4 und ein fehlerloser Ritt bei der ersten Wertungsprüfung, Platz 11 mit einem Abwurf bei der zweiten - der Nachwuchshengst muss sich nicht hinter den etablierten Kollegen aus dem Hause Weinberg, Sandrhea-Star und Escobar, verstecken. „Die beiden müssen ihre Leistung noch bringen”, fordert Weinberg.

Immerhin: Sandrhea-Star zeigte sich deutlich formverbessernd nach dem schwachen Start beim STAWAG-Preis, wo Pferd und Reiter 16 Fehlerpunkte produzierten. „Beim WARSTEINER-Preis lief es schon viel besser. Escobar hat wie erwartet sehr verhalten losgelegt. Ich hoffe, dass er heute oder morgen richtig Fahrt aufnimmt.”

Dieses Kriterium hat Dorian Red längst erfüllt. Nach dem Ruhetag darf der junge Heißsporn am Samstag noch einmal ran.

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