Aachen: Ein Baukasten-System, das es in sich hat

Aachen: Ein Baukasten-System, das es in sich hat

Der Bundestrainer der deutschen Gespannfahrer, Ewald Meier, sieht bei der Aachener „Königsdisziplin” der Vierspänner, dem Wohnwelt Pallen Marathon in der Soers, die „üblichen Verdächtigen” vorneweg fahren: „Ijsbrand Chardon, Boyd Exell, Koos de Ronde oder auch Zoltán Lazar, der Sieger vom vorigen Jahr, sind sicher dabei. Tomas Eriksson nicht zu vergessen. Und auch Christoph Sandmann hat trotz seines Trainingsrückstandes Chancen.”

Parcourschef Dr. Wolfgang Asendorf hat sich einmal mehr „sehr schwere, aber faire” (Meier) Hindernisse ausgedacht. Die komplette Linienführung über die 8800 Meter lange Strecke mit acht Hindernissen wurde geändert. Vier Hindernisse sind innerhalb der ersten Kilometer gebaut, es folgt eine zwei Kilometer kurze Erholungsstrecke, dann die letzten vier Hindernisse, die erstmals alle aus einem mobilen System bestehen. Asendorf, im „richtigen Leben” Tierarzt: „Es ist also alles abräumbar, fällt, wenn ein Pferd es berührt, vergleichbar mit einem Lego-Baukasten, den man verarbeiten kann.” Tierfreundlich also im Vergleich zu starren Teilen.

Neu ist das letzte, das achte Hindernis direkt im Fahrstadion, bei dem sich nach über acht Kilometern zeigen wird, welches Gespann noch die kurzen, schwierigeren Wege gehen kann. Neu auch die Hindernisse 3, an dem zwischen den Gespannen die Arbeit mit Holzstämmen demonstriert wird, 4 (ein Labyrinth) und 5, wo sieben große Kreuze von Hecken überdeckt, also „absolut unübersichtlich” (Asendorf), den Fahrern alles abverlangen.

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