Ein Ausblick auf den Geländesamstag: Dressur-Star Isabell Werth zeigt sich selbstkritisch

Ein Ausblick auf den Geländesamstag : Dressur-Star Isabell Werth zeigt sich selbstkritisch

Hoher Besuch im Medienzentrum: Dressur-Star Isabell Werth antwortete nach ihrem Sieg am Donnerstag mit richtig guter Laune auf die Fragen der Moderatoren Laura Weinberger und Tom Vogel. „Ich bin super zufrieden, wie es gestern gelaufen ist“, strahlte Werth und lobte nach dem Siegerritt in der Dressur nachdrücklich ihr Pferd Bella Rose in höchsten Tönen.

Beide Tiere, neben Bella Rose ist sie mit dem Westfalenwallach Emilio am Start, hätten sich „sehr gut gezeigt“, sagte Werth, Bella Rose sprach sie sogar ein einzigartiges Charisma zu. Die sechsfache Olympiasiegerin (zuletzt 2016 Mannschaftsgold in Rio des Janeiro, dazu Silber in der Einzelwertung) hatte mit ihrem ausgezeichneten Ritt die deutsche Équipe im Nationenpreis in Front gebracht.

„Ich hoffe für Samstag“, so Werth, „dass ich das Temperament von Bella Rose kanalisieren kann und wir das genauso gut ins Ziel bringen wie in der ersten Wertung.“ Allerdings: Die Konkurrenz gerade auch der Briten sei stark. „Man darf sich nie ausruhen.“ Das kann Isabell Werth möglicherweise erst am Sonntagabend, denn am CHIO-Schlusstag feiert sie ihren 50. Geburtstag.

Der Samstag ist der Tag der Gespanne und der Vielseitigkeitsreiter. Beide Disziplinen waren auf der Bühne des Medienzentrums gut vertreten. Vielseitigkeitsbundestrainer Hans Melzer stand aufgeräumt Rede und Antwort, einer seiner Schützlinge, Reiter Dirk Schrade, war sehr zufrieden mit dem ersten Wettkampftag, an dem die Vielseitigkeitspaare zur Dressur müssen.

Fahrer Georg von Stein liebt die Geländeprüfung. Foto: Michael Fisenne

„Mein neunter Platz ist eine gute Ausgangsposition für das Gelände“, stellte Schrade zufrieden fest. Die Dressur ist erstmals in diesem Jahr nicht mehr ganz so bedeutsam für den gesamten Wettbewerb, der dazu aus dem Springen und dem Geländeritt besteht. Hier lobte Bundestrainer Melzer ausdrücklich die Arbeit von Parcoursbauer Rüdiger Schwarz: „Das ist wieder sensationell, was er aufgestellt hat“, befand Melzer, das Flair des Aachener Turniers sei auch 2019 wieder unglaublich.

Die große Konkurrenzveranstaltung am Samstag ist die Marathonfahrt der Gespanne. Ein aussichtsreicher deutscher Fahrer am Zügel der Vierergespanne ist Georg von Stein. Der Rheinhesse aus Herchenrode gestand auf die Frage, welche Disziplin er am meisten schätze: „Dressur und Kegelfahren ist das eine. Aber dreimal Gelände, das wäre mir tausendmal lieber.“

Vielseitigkeitsbundestrainer Hans Melzer steht Rede und Antwort. Foto: Michael Fisenne
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