Aachen: Die „Dreifache” ist das Sieg-Kriterium

Aachen: Die „Dreifache” ist das Sieg-Kriterium

Thomas Weinberg hat durchaus Respekt vor dem Hauptspringen des ersten CHIO-Tages. „Der Parcours ist relativ geradlinig gebaut”, sagt der junge Springreiter aus Kohlscheid und ergänzt. „Aber mit einer finalen Gemeinheit.”

Weinberg meint das letzte, das zwölfte Hindernis beim STAWAG-Preis, die dreifache Kombination. „Diese Kombination ist der absolut schwerste Faktur dieser Prüfung. Zwei Galoppsprünge, steil, zwei Galoppsprünge steil und dann einen Galoppsprung auf den 1,70 Meter breiten Oxer. Das ist schon eine echte Prüfung für die Pferde am ersten Tag.”

Doch die Starter wissen, was sie im renommiertesten Reitplatz auf dem Erdball erwartet. In Aachen werden eben keine Siege verschenkt. Und die erste Hauptprüfung auf Fehler und Zeit nutzen schon viele Stars der Szene, damit sich ihre Top-Pferde mit den Bedingungen in der Kaiserstadt anfreunden können.

Die Einlaufprüfung, der NETAACHEN-Preis, eröffnet am Dienstag um 9.30 Uhr die Springwettbewerbe. Und nach dem Aufgalopp am Vormittag geht es ab 13.30 Uhr um den STAWAG-Preis. Mit einem Parcours, der zwar nicht allerhöchste Ansprüche stellt, aber einige Schwierigkeiten aufweist.

„Die Fehler werden relativ verteilt sein”, glaubt Weinberg. Und bei einem Grundtempo von 400 Metern pro Minute wird es auch keine Bummelrunden ohne Konsequenzen geben.

„Es beginnt sehr einladend”, sagt Weinberg mit einem Blick auf den Parcoursplan. „Aber schon der zweite Sprung fordert die erste Konzentration, da musst du wach sein, und beim folgenden Oxer muss das Grundtempo schon erreicht sein.” Zwischen den nächsten drei Sprüngen liegen lange Wege. „Da muss man Zeit gut machen”, so Weinberg.

Der Rest ist ein Busch-Oxer, ein „Angebot für guckige Pferde”. Ein hoher Steilsprung (1,53 Meter) und die enge Distanz zu Hindernis elf sind dann vergleichsweise flache Anforderungen. Denn am Ende wartet die Dreifache, die ultimative Hürde auf dem Weg zum Sieg im STAWAG-Preis.

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