Die deutschen Voltigierer sind beim CHIO 2018 keine guten Gastgeber

Aachen : Die deutschen Voltigierer sind keine guten Gastgeber

Nein, als gute Gastgeber präsentierten sich die deutschen Voltigierer gegenüber den Gästen aus 13 weiteren Nationen nicht. Stattdessen räumten sie zum Auftakt des CHIO Aachen alles ab, feierten Siege in sämtlichen Kategorien, zum Teil sogar Doppelsiege. Damit scheint das Team von Ursula Ramge bestens gerüstet für die Weltreiterspiele in Tryon/USA im September.

„Ich bin hochzufrieden und sehr stolz“, kommentierte die Bundestrainerin nach dem Nationenpreis, den das Team Deutschland I (Kristina Boe, Jannik Heiland, Gruppe Fredenbeck) vor Deutschland II (Sarah Kay, Thomas Brüsewitz, Köln-Dünnwald) und Österreich gewonnen hatte.

Und das obwohl Wizaro, das Pferd der Gruppe aus Fredenbeck, zuerst Angst vor der Kamera hatte und scheute. „Wizaro hatte schon am ersten Tag Probleme mit der Halle, am zweiten war es dann besser“, kommentierte Longenführerin Gesa Bühring die Aachen-Premiere ihrer Gruppe, die nach Platz drei zum Auftakt überraschte und die Gruppenwertung vor Köln-Dünnwald, das bereits für die WM nominiert war, gewonnen hatte.

Bei den Männern feierte Thomas Brüsewitz (Garbsen) den dritten Sieg in Folge vor Heiland (Maschen) und Jannis Drewell (Steinhagen). Diese Drei vertreten die deutschen Farben in Tryon, Europameister Eric Oese (Radebeul) hatte seine Karriere nach dem EM-Sieg beendet. „Das ist definitiv mein internationales Lieblingsturnier“, sagte Brüsewitz grinsend. Bereits 2016 hatte Europameisterin Boe (Hamburg) in Aachen gewonnen, diesmal triumphierte die 30-Jährige vor Vize-Europameisterin Kay (Münster) und Janika Derks (Neuss), die sie nach Tryon begleiten werden.

Überraschender war der Sieg des Pas-de-Deux-Duos Theresa-Sophie Bresch/Torben Jacobs, das die Europameister Silvia Stopazzini/Lorenzo Lupacchini (Italien) schlug. Das Duo löste ebenso das WM-Ticket wie das Duo Janika Derks/Johannes Kay, das Fünfter wurde.

(rau)
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