Aachen: Der Bundestrainer ist zufrieden

Aachen: Der Bundestrainer ist zufrieden

„Mit der Leistung und dem Abschneiden bin ich zufrieden. Mehr war nicht zu erwarten”, redet Holger Schmezer nicht um den heißen Brei herum. „Unser Ziel war, Platz zwei klar zu sichern. Die beiden neu zu integrierenden Paare - Anabel Balkenhol auf Dablino und Christoph Koschel auf Donnperignon - haben sich im Grand Prix CDIO bewährt. Aber auch in der CDI-Tour präsentierten die Pferde sich in guter Verfassung.” Mit Blick auf die Weltreiterspiele im September/Oktober in Kentucky sichtet der Dressur-Bundestrainer seine Paare in beiden Touren.

Etwa Whisper von Monica Theodorescu, die 2009 zum Bronze-Team bei der EM gehörte, und Nadine Capellmann mit Elvis. „Elvis ist in einer sehr guten Form, präsentiert sich immer besser”, lobt Schmezer die Olympia-Siegerin, die am Mittwochabend der größte Pechvogel war.

Die Aachenerin war die letzte Starterin vor der Pause. „Man sah den Sturm kommen. Ich war aber schon vorbereitet, sollte daher noch ins Viereck”, berichtet Nadine Capellmann. Beim Einreiten wurde der Himmel schwarz. „Und Elvis hat viel früher als wir Menschen gemerkt, dass es gleich losgeht.”

Als das Paar im starken Trab durch die Diagonale schwebte, fegte der Sturm mit lautem Donnerknall los. „Genau vor der Traversale. Zwei Lektionen haben wir noch geschafft, dann ging nichts mehr.” Die Prüfung wurde unterbrochen. Gut drei Stunden später ging das Duo als letztes erneut ins Viereck. „Da war aber der Faden gerissen, man kann sich nicht zweimal so auf eine Prüfung vorbereiten.”

Fehler bei den Wechseln und vor dem Anpassagieren wurden teuer, 69,605 Prozent bedeuteten Platz 5. „Das Wetter hat viel ausgemacht, alle Pferde gingen durch die Bank nicht so locker”, sah auch Schmezer.

Am Samstag startet um 9 Uhr der Grand Prix Spécial, nach dem der Nationenpreis entschieden wird, im Deutsche Bank Stadion. Die Niederlande führen vor Deutschland und Großbritannien.

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