CHIO Aachen 2019: Tim Price beim Vielseitigkeitsreiter an der Spitze

Vielseitigkeitsreiter : Mann aus Down Under ist in der Welt unangefochten an der Spitze

Er ist die unbestrittene Nummer eins der Vielseitigkeitsreiter, und der Wettbewerb um den SAP-Cup in der Soers ist der unbestrittene Saisonhöhepunkt für Tim Price.

Während die Starter aus den europäischen Nationen den CHIO als letzte Qualifikationschance für die Europameisterschaften nutzen, konzentriert sich der Neuseeländer voll und ganz auf den Erfolg beim Wettkampf. „Ich bin überglücklich, dass es wieder so toll lief“, kommentierte der 40-Jährige seinen Sieg beim schweren Fünf-Sterne-Wettbewerb in Luhmühlen über die lange Distanz – und hatte nach dem fordernden Wettkampf bei widrigem Wetter auch für seine Stute Ascona M lobende Worte parat: „Sie ist ein wunderbares Pferd, eine Diva, manchmal schwierig, aber sehr mutig.“

Dass sich das Paar überhaupt gefunden hat, ist auch Teil der Familiengeschichte der Eheleute Price: Angeschafft wurde Ascona M für Jonelle Price, die Ehefrau des Weltranglistenersten, die noch im vergangenen Jahr in Luhmühlen gewann. Doch die ursprünglich kleine Stute legte immer mehr an Größe zu – und war irgendwann bis zur idealen Größe für den fast 1,90 Meter großen Neuseeländer gewachsen. Satteln wird Price in der Soers allerdings seinen 16-jährigen Hengst Wesko, der deutlich mehr Erfahrung für die Herausforderungen im Aachener Gelände mit sich bringt.

72 Punkte Vorsprung hat Price in der Weltrangliste auf den Zweitplatzierten, den Briten Oliver Townend. Deutsche Reiter sucht man unter den Top ten in der Welt übrigens vergeblich: Auf Townend folgen drei weitere Briten, dann US-Amerikaner und erneut ein Neuseeländer. Immerhin belegt Ingrid Klimke (Münster) aktuell Rang elf.

(rom)
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