CHIO Aachen 2019: Heißes Rennen um die EM-Startplätze

Begehrte Startplätze : Heißes Rennen um die EM-Startplätze

Die Vielseitigkeitsreiter tragen die Deutschen Meisterschaften und die Kontinental-Titelkämpfe in Luhmühlen aus. Der Wettkampf in der Soers entscheidet mit über die heiß begehrten Startplätze in der deutschen Equipe.

Deutsche Meisterschaften in Luhmühlen, Europameisterschaften in Luhmühlen. Und genau dazwischen der dreitägige Wettkampf um den SAP-Cup beim CHIO in Aachen. Für Bundestrainer Hans Melzer die letzte Gelegenheit, seine Top-Reiter im harten Wettkampf zu sichten und dann seine endgültige Equipe für die Kontinentalmeisterschaften zu benennen.

Allerbeste Aussichten nominiert zu werden hat natürlich Julia Krajewski. Die 30-jährige Pferdewirtschaftsmeisterin triumphierte Mitte Juni in der Lüneburger Heide und behauptete auch im abschließenden Springen auf ihrem Top-Pferd Samourai du Thot ihren Vorsprung aus Dressur und Gelände. Mit gerade einmal 0,1 Punkten verwies Krajewski, selbst Bundestrainerin für den Vielseitigkeits-Nachwuchs, Ingrid Klimke auf der jungen Stute Asha P auf den zweiten Platz.

Die Longlist von Hans Melzer für die EM steht bereits. Neben Krajewski und Klimke findet sich darauf gleich zweimal der Name von Michael Jung, der mit Chipmunk und Star Connection beim CHIO gleich zwei Eisen im Feuer hat.

Anna Siemer als Lucky Loser

Neben den „üblichen Verdächtigen“ wie Sandra Auffarth (Viamant du Matz) oder Andreas Dibowski (FRH Corrida) findet sich auch der Name Anna Siemers auf der Longlist, die in den drei Tagen in den Stadien und im Gelände in der Soers ihr Aachen-Debüt gibt.

Siemer ist so etwas wie der Lucky Loser auf der Kandidaten-Liste, denn zwei Abwürfe von Butt’s Avondale im Cross bei den Deutschen Meisterschaften vermasselten zwar die erhoffte Top-Ten-Platzierung, doch der bereits für Aachen nominierte Jörg Kurbel musste seinen Start in der Soers absagen. Grund dafür sei ein „wichtiger privater Termin“, so Kurbel, sein Hannoveraner-Wallach Entertain You sei jedoch fit und gesund.

Für Kurbel und seinen El-Bundy-Sohn ist das heiße Rennen um die Nominierung für die Europameisterschaften mit dem Verzicht auf den Start in der Soers jedoch noch nicht endgültig gelaufen. Sein geplanter Start in Jardy in Frankreich ist die allerletzte Sichtungsmöglichkeit und vom Bundestrainer als Alternative ausgegeben worden für die Paare, die er selbst nicht in Aachen unter die Lupe nehmen kann.

Nachnominiert für den CHIO wurde die Luhmühlenerin Siemer, die zuletzt mit ihrer zwölfjährigen Hannoveraner Stute mit ihrem Sieg beim Vier-Sterne-Event im niederländischen Renswoude auf sich aufmerksam machte und schon zuvor einige Drei- und Vier-Sterne-Wettbewerbe für sich entschied.

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