CHIO 2018: Abschied der Nationen

Aachen : Junges deutsches Team will beim Nationenpreis das CHIO-Triple feiern

Die deutsche Nationalmannschaft der Springreiter will am Donnerstag in Aachen den CHIO-Hattrick schaffen. Das Team von Bundestrainer Otto Becker hatte nach sechsjähriger Pause zuletzt 2016 und 2017 den Nationenpreis beim wichtigsten Reitturnier der Welt gewonnen. Das Springen am Abend im ausverkauften Stadion vor 40.000 Zuschauern besteht aus zwei Umläufen.

Das ist das Quartett 2018:

Laura Klaphake auf Catch me if you can old beim Großen Preis von Europa. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Der Erfahrenste: Marcus Ehning ist der mit Abstand routinierteste Reiter im deutschen CHIO-Team. Der 44 Jahre alte Profi aus Borken gehört seit Jahren zur Weltspitze. Er gewann Gold mit dem deutschen Team bei Welt- und Europameisterschaften sowie bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney. Ehning gehörte zu den deutschen Sieger-Mannschaften in den beiden Vorjahren.

Der deutsche Reiter Maurice Tebbel auf dem Pferd Don Diarado springt über ein Hindernis. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Der junge Routinier: Maurice Tebbel ist erst 24 Jahre alt und nach Ehning das Teammitglied mit der zweitmeisten Erfahrung. Der Sohn des dreimaligen deutschen Meisters Rene Tebbel gehörte bereits im Vorjahr zum CHIO-Siegerteam und ritt bei der EM in Göteborg in der deutschen Mannschaft.

Marcus Ehning auf Pret A Tout. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Die Senkrechtstarterin: Laura Klaphake reitet erstmals im CHIO-Team. Die 24-Jährige aus dem niedersächsischen Steinfeld war mit Catch me if you can die Aufsteigerin des Jahres 2017 und durfte im EM-Quartett reiten. Vor vier Jahren gewann die aus einer Reiterfamilie stammende Studentin EM-Gold mit der U21-Nationalmannschaft.

Die Meisterin: Simone Blum gewann im Vorjahr mit Alice überraschend die deutsche Meisterschaft. Bei der EM war die 29-Jährige aus dem bayrischen Zolling Ersatzreiterin. Ihre Stute gilt derzeit als eines der besten Springpferde der Welt und ist mehrere Millionen Euro wert. „Sie steht aber nicht zum Verkauf”, sagt Blum.

Bereits am Nachmittag beginnt der Nationenpreis in der Dressur. Das deutsche Quartett um Isabell Werth ist klarer Favorit. Seit 2011 gewann immer das Gastgeber-Team.

(red)
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