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Aachen: Blau-Weiss denkt an ein Remis

Aachen : Blau-Weiss denkt an ein Remis

Das Thema Klassenerhalt ist für Blau-Weiss Aachen dank des 3:3 am vergangenen Sonntag beim noch amtierenden deutschen Mannschaftsmeister in Halle abgehakt. Der Aufsteiger bleibt auch in der kommenden Spielzeit erstklassig, weil der zweite Absteiger nach Neuss in der Begegnung zwischen Bruckmühl-Feldkirchen und Köln ermittelt wird.

Die Mannschaft um das Trainer-Duo Alex Jakubec/Mark Philippen greift aber am letzten Spieltag noch in den Kampf um die Meisterschaft ein. Indirekt. Denn der Gegner am Sonntag, 11 Uhr, auf der Anlage am Luxemburger Ring ist der Tabellendritte Rochusclub Düsseldorf, der je nach Verlauf der Begegnung zwischen Gladbach und Kurhaus Aachen durchaus noch Meister werden kann (siehe Bericht oben auf dieser Seite).

Nun wird Blau-Weiss alles tun, um sich vor eigenem Publikum mit einer starken Mannschaft und einer tadellosen Leistung aus der ohnehin sehr erfolgreichen Saison zu verabschieden. Das Jakubec-Team wird aber auch versuchen, den Aachener Kollegen aus dem Kurgarten Schützenhilfe zu leisten: „Kurhaus-Trainer Dominik Meffert und ich haben diese Woche viel miteinander geredet“, erzählt Jakubec.

Meffert macht zurzeit in Köln den A-Trainerschein beim DTB. Und Jakubec ist einer seiner Ausbilder. „Ich habe Meffert versprochen, dass wir am Sonntag alles tun werden, um ein Unentschieden zu holen“, sagt der Blau-Weiss-Coach. Die Bundesliga sei ohnehin während des Lehrgangs ein großes Thema, da auch der Mannheimer Trainer Daniel Steinbrenner und der noch aktive Björn Phau denselben Lehrgang besuchten.

Jakubec: „Wir haben als Neuling in der Bundesliga unsere Saison sehr gut aufgebaut, finde ich. Nach dem Klassenerhalt wollen wir nun unseren Zuschauern noch einmal eine Topleistung zeigen. Für den Tennissport in Aachen kann man gemeinsam, Kurhaus und wir, sicher einiges bewegen. Wir setzen alles daran, uns am Sonntag ordentlich aus der Saison zu verabschieden.“

Aachens Teamchef Marc Zander vermutet, „dass Düsseldorf mit Jozef Kovalik, Peter Torebko und Mats Moraing bei uns aufschlägt“. Gut möglich erscheint auch, dass die Gäste mit Lukas Rosol an Nummer eins spielen werden. Blau-Weiss setzt dem Joris De Loore, Yannik Reuter (Jakubec: „Unser Mister Bundesliga“) und Jannis Kahlke entgegen. Wahrscheinlich stehen aber auch Germaine Gigounon und/oder Ruben Bemelmans zur Verfügung.

„Das stellt sich kurzfristig heraus“, sagt der Coach. „Reist Düsseldorf mit der genannten Mannschaft an, wird es eine offene Partie“, glaubt Jakubec, der Reuter „eine ganz starke Saison“ bescheinigt. Der 26-jährige Belgier gewann fünf seiner sechs Einzel und zwei von vier Doppeln — die beste Bilanz der Mannschaft, die unabhängig vom Ausgang des letzten Spiels ihre Erstligatauglichkeit bewiesen und mit Kontinuität den Klassenverbleib geschafft hat.

Und weil am Montag beim Klub am Luxemburger Ring ein großes Tennis-Jugendcamp mit 100 Kindern beginnt, „hoffen wir, dass neben unseren ohnehin zahlreichen Zuschauern auch eine beträchtliche Zahl des Nachwuchses mit den Eltern am Sonntag zuschauen kommt“, sagt Zander. Das wäre dann ein schöne Kulisse nicht nur für das letzte Saisonmatch der Bundesligasaison, sondern auch um den Klassenerhalt des Liganeulings zu feiern.

Die „richtige“ Party, zu der die Spieler und auch das Aufstiegsteam der Frauen eingeladen werden, wird dann am 3. September gefeiert. Dann steht das Vereinsfest eines Klubs auf dem Programm, der zwei Erstligamannschaften in seinen Reihen hat. Das ist bundesweit eher selten.