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Jülich/Hoengen: Auftakt der Tischtennis-Bundesliga: Jülich/Hoengen spielt SV Plüderhausen

Jülich/Hoengen : Auftakt der Tischtennis-Bundesliga: Jülich/Hoengen spielt SV Plüderhausen

Die Tischtennis-Bundesliga startet am Wochenende in die neue Saison. In eine Saison, deren Ausgang weniger berechenbar sein dürfte, als die Spielzeiten des letzten Jahrzehnts.

Die Szene hat sich in den letzten Monaten - beinahe unbemerkt von der Öffentlichkeit - verändert. Für den SIG Combibloc Jülich/Hoengen bietet sich so die Chance, gleich im ersten Jahr nach der Fusion weit nach vorne zu kommen. Auch wenn der Titel diesmal noch nicht in Reichweite ist.

Die Liga-Hierarchie wirbelt durcheinander

Die Änderung der Aufschlagsregel, der Exodus weiterer Topstars in die japanische Privatserie und Verletzungen wirbeln die Hierarchie durcheinander.

So wird Meister Grenzau nach dem Weggang von Petr Korbel, der ebenso wie Ochsenhausens Grieche Kalinkos Kreanga dem Lockruf der Japan-Dollar folgte, die Liga nicht mehr nach Belieben dominieren können. Auch über die Rolle, die Pokalsieger TTV Gönnern spielen kann, darf nur spekuliert werden.

Denn derzeit ist das komplette obere Paarkreuz der Hessen außer Gefecht gesetzt. Jörg Roßkopf hat immer noch Probleme mit seinem linken Schlagarm, und Europameister Timo Boll laboriert an einer Knieverletzung. Während für Roßkopf gar im schlimmsten Fall das Ende der Karriere droht, könnte Boll zumindest in den nächsten Wochen fehlen.

„Ohne Boll und Roßkopf dürfte Gönnern Probleme in Kampf um den Klassenerhalt bekommen”, meint Arnold Beginn, Vorsitzender des Ligaausschusses und einer von zwei Gesellschaftern der SIG Combibloc Jülich/Düren.

Das Jahr nach der Fusion der beiden Grenzlandklubs wird noch nicht den großen Wurf bringen. „2004 könnte es aber mit der Meisterschaft klappen”, hofft Josef Steffens.

Die Nagelprobe steht für Jülich/Hoengen gleich ham Freitagabend an, wenn das Quartett von Trainer Sun Janwei zum Saisonauftakt beim SV Plüderhausen (19.30 Uhr) antreten muss. Die Schwaben haben sich unter anderem mit dem Ex-Hoengener Dimitrij Mazunov verstärkt.

Was Trinko Keen, Philippe Saive, Tomasz Krzeszewski und He Ruining zu leisten imstande sind, wird man erst nach dem 30. August genauer einschätzen können. An diesem Tag muss Jülich/Hoengen in der ersten Pokalrunde bei Meister Grenzau antreten.

„Für uns das wichtigste Spiel der Saison”, betont Arnold Beginn. Denn sollte die SIG-Mannschaft verlieren, würde die Pokalendrunde im Dezember in Jülich ohne das Heimteam ausgetragen werden.