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AS Eupen: Abstiegskampf-Finale gegen Mouscron

Eupen/Mechelen : Herzschlagfinale: Retten sich AS Eupen und Makélélé vor dem Abstieg?

„Alles oder Nichts“ heißt es am Sonntag für die AS Eupen. Bleiben die Schwarz-Weißen auf dem letzten Platz und steigen ab? Oder retten sie sich in letzter Sekunde? Am Sonntag fällt gegen 16.20 Uhr der Vorhang in der regulären Saison der Jupiler Pro League. Zittern muss ebenso der KV Mechelen, mit dem sich die Eupener ein Fernduell liefern.

Nach 29 Spieltagen sind der KV und die Mannschaft von Claude Makélélé punktgleich (24) und sieggleich (fünf). Die Tordifferenz der Flamen ist um einen Treffer besser, die Eupener konnten jedoch deutlich mehr Treffer erzielen. Es wäre ein Sieg im vierten Tie-Breaker. Konsequenz: Bleibt es bei der Punktgleichheit müssen die Eupener ein Tor gutmachen auf die Konkurrenten, das wäre theoretisch sogar bei einer Niederlage beider Teams möglich.

Makélélé, der seit seinem Amtsantritt im November wenig berauschende 14 Punkte in 14 Spielen holte, wird es darauf sicher nicht ankommen lassen und gegen Royal Excel Mouscron am heimischen Kehrweg-Stadion von Anpfiff an (14.30 Uhr) auf Sieg spielen. Der Gegner liegt mit 30 Punkten auf dem drittletzten Platz, verlor von den letzten zehn Spielen sieben. Ein Kampfspiel dürfte es allemal werden.

Als Belohnung winkt das dritte Jahr in Folge im belgischen Oberhaus für die multinational besetzte Truppe. Elf verschiedene Nationen sind bei der AS vertreten, was nicht zuletzt mit dem finanzkräftigen Geldgeber „Aspire“ im Hintergrund zu tun hat und des Öfteren für wenig sympathische Bemerkungen von Seiten anderer Fangemeinden sorgt.

Mechelen, die sich mit der AS ein saisonlanges Schneckenrennen um den letzten Platz lieferten, treten, ebenfalls zuhause, gegen Waasland-Beveren an, die mit 35 Punkten auf Platz 11 liegen.

Personell gibt es gute Nachrichten für die Eupener „Pandas“: Kapitän Luis Garcia und Abwehrspieler Mickael Tirpan sind noch angeschlagen, trainierten aber mit der Mannschaft.

Mit einer Video-Kampagne wirbt der einzige deutschsprachige Proficlub Belgiens um Zuschauer, die der Mannschaft den entscheidenden Antrieb geben könnten. Ob das reicht oder man wieder ins ungebliebte Unterhaus des belgischen Fußballs zurückmuss und wie darauf der katarische Geldgeber reagieren würde - das wird sich zeigen.

(cheb)