Hückelhoven: Spielhalle im Gotteshaus wird es nicht geben

Hückelhoven: Spielhalle im Gotteshaus wird es nicht geben

Die evangelische Kirchengemeinde ergreift drastische Maßnahmen. Im kommenden Jahr werden die Kirche und das Gemeindehaus in Schaufenberg geschlossen und wenn möglich auch verkauft.

Dies teilten Pastor Frank Mischnick und seine Amtskollegin Ingrid Schlawin in einem Pressegespräch mit. Die Entscheidung war im Dezember im Presbyterium gefallen. Gespart werden konnte nur in den Bereichen Personal und Gebäude. Die Personalstruktur wollte man nicht anrühren, weil dies auch eine Verringerung des Angebotes zum Beispiel in der Jugendarbeit bedeutet hätte.

„Es geht nicht um Orte und Gebäude, sondern um die Arbeit”, betonte Presbyter Klaus Wieland. Daher sei die Entscheidung gefallen, im Gebäudebereich den Rotstift anzusetzen. „Dies ist dringend notwendig, denn wie alle Kirchengemeinden leidet auch die Hückelhovener unter schwindenden Einnahmen. Deshalb müssen wir jetzt handeln und die Zügel in die Hand nehmen, solange wir es noch können”, erklärte Schlawin.

Die Wahl war nach reiflichen Überlegungen auf Schaufenberg gefallen, weil in dem Stadtteil nur noch rund 270 evangelische Christen wohnen und auch auf absehbare Zeit ein verstärkter Zuzug nicht zu erwarten sei. Für einen Käufer gibt es jedoch klare Vorschriften.

So darf die Kirche nicht an Interessenten verkauft werden, die den Werten der evangelischen Kirche entgegen stehen. Auch eine Spielhalle wird es in der Kirche nicht geben.