„SOS aus den Trümmern – Helft den Kindern von Mossul“: Unsere Leser helfen Kindern in Not

„SOS aus den Trümmern – Helft den Kindern von Mossul“ : Unsere Leser helfen Kindern in Not

Mossul im Norden des Irak war jahrelang von der Terrormiliz IS besetzt. Mehr als eine Million Menschen flohen. Den Überlebenden fehlt es an allem. Ihre Spenden helfen, das Leid zu lindern.

Mit dem Alarmruf „SOS aus den Trümmern – Helft den Kindern von Mossul“ startet am Samstag unsere neue Unicef-Weihnachtskampagne. Drei Jahre Besatzungszeit durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und neun Monate Befreiungskampf haben aus der einst blühenden nordirakischen Kultur-Metropole eine Ruinenlandschaft gemacht.

Über eine Woche lang dokumentierten unsere Reporter Manfred und Silke Kutsch in Mossul unter hohen Sicherheitsvorkehrungen das Leben der IS-Opfer und deren Schicksale. Sie sprachen mit ungezählten traumatisierten Jungen und Mädchen, mit Minenspezialisten, Ärzten, Lehrern und Familien, die alles verloren haben.

Als im Juli 2017 die Bomben der US-Luftwaffe nicht mehr vom Himmel regneten und die Waffen der irakischen Milizen im Häuserkampf der Altstadtgassen schwiegen, waren rund eine von drei Millionen Einwohnern auf der Flucht – und die wohl schlimmste urbane Schlacht nach Stalingrad vorbei. Der IS galt militärisch als besiegt. Tatsächlich eine nur scheinbar beruhigende Nachricht, ähnlich wie in den syrischen Trümmerstädten Aleppo oder Rakka. Etwa 20.000 IS-Terroristen konnten zwar getötet oder festgenommen werden. Aber viele Täter und noch mehr Opfer leben heute, geprägt von tiefem Misstrauen, weiterhin in Mossul zusammen.

Die Kameras der Weltöffentlichkeit zogen weiter. Doch das Leid der Zivilbevölkerung, insbesondere der Kinder, entzieht sich menschlicher Vorstellungskraft. Von Experten geschätzte zehn Millionen Tonnen Schuttmassen haben sich bis heute über die historischen Viertel jenseits des Tigris gelegt. Von Wiederaufbau kaum eine Spur. Immer noch sind nicht alle Leichenteile der rund 10.000 Opfer geborgen und längst nicht alle Sprengfallen entschärft. Und dennoch. Eine hohe Zahl geflohener Familien aus den umliegenden Camps will wieder nach Hause, allen Widerständen zum Trotz.

Aber es fehlt an allem. Unicef unterstützt die Rückkehr der Kinder mit der Versorgung durch Wasser, Medikamente, medizinische Geräte sowie mit der  Wiedereröffnung von Schulen. Unsere Zeitung hatte vor Ort Einblick in das Programm des Internationalen Kinderhilfswerkes der Vereinten Nationen. Ihre Spende, liebe Leserinnen und Leser, fließt direkt in die Hilfe vor Ort.

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